Frank Zimmer

Grüne Pläne in Lahnstein und Rechtsruck in Rüdesheim

Mrtinsburg in Lahnstein. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow


Mehr als 20 Planungsbüros bewerben sich um den größten Auftrag, den die Bundesgartenschau zu vergeben hat: Die Neugestaltung des Lahnsteiner Rheinufers. Die 15 Hektar große Fläche entspricht gut 20 Fußballfeldern. Sie zieht sich vom Martinsschloss rheinabwärts über den Hafen und die Lahnmündung bis hin zum heutigen Minigolfplatz. Die Buga-GmbH mit Sitz in Oberwesel will dafür 17 Millionen Euro in die Hand nehmen. Die Investitionen könnten sich lohnen, denn Oberbürgermeister Lennart Siefert rechnet allein im Buga-Jahr mit bis zu 800.000 Lahnstein-Besuchern. Noch ist kein Entwurf veröffentlicht, aber laut „RZ“ kristallisierten sich bei einem Treffen der Planer in der Lahnsteiner Stadthaller erste Schwerpunkte heraus. In den Rheinanlagen wird es auf bis zu 3000 Quadratmetern Bühnen, Schaugärten und andere Attraktionen geben und für das Hafengelände soll ein langfristiges Konzept her, das sich mit der industriellen Nutzung verträgt. Welches Planungsteam den Zuschlag bekommt, entscheidet sich im kommenden Januar. Rhein-Zeitung (€), Buga-Blog (Hintergrund)
Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Rechtsruck in Rüdesheim

Bei der Landtagswahl in Hessen hat die rechtsextreme AfD in Rüdesheim überdurchschnittlich stark abgeschnitten. Sie kam dort auf 20,3 Prozent der Zweitstimmen. Landesweit waren es 18,4 und im benachbarten Lorch nur 15,9 Prozent. In beiden hessischen Welterbe-Kommunen erwies sich die CDU die stärkste Kraft (40,3 Prozent in Rüdesheim, 45,5 Prozent in Lorch). Den Wahlkreis gewann CDU-Mann Ingo Schön aus Eltville. Die Rüdesheimer Kapitänin Bianka Rössler („Rössler-Linie“) schaffte in ihrer Heimatstadt einen Achtungserfolg. Sie kandidierte für die Freien Wähler und holte in Rüdesheim 11,3 Prozent. Hessenschau (Wahlergebnisse)

Steeg hat einen Dachschaden

Nach 700 Jahren kann eine Altbausanierung schon mal ein bisschen teurer werden, aber was die Evangelische Kirchengemeinde Vierthäler gerade in Steeg erlebt, geht ans Eingemachte und darüber hinaus. Die Sanierung von Dachstuhl und Schiefer der Annakirche summiert sich auf über 2 Millionen Euro. Dass die weithin bekannte Fledermauskolonie in der obersten Etage erhalten bleiben soll, macht die Arbeiten nicht einfacher und nicht billiger. Weil die Zuschüsse des Kirchenkreises, des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz nicht reichen, ist die Kirchengemeinde auf private Spenden angewiesen. Wer helfen möchte, kann das auch online tun: Kirchengemeinde Vierthäler, Wikipedia (St. Anna-Kirche)

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