Frank Zimmer

Klasse statt Masse und ein Besuch in Brey

Weinberg am Mittelrhein. Foto: Luca Lamonte-Austin / RRT

Eine Weile lang sah es nach einem Traumjahrgang aus, aber ein wechselhafter Spätsommer hat die Mittelrhein-Winzer wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. „Die Menge beim Riesling ist deutlich geringer als anfänglich prognostiziert“, zitiert die „RZ“ Jürgen Volk vom Weingut Volk in Spay. Weil einzelne Trauben am Stock verfaulten, mussten die Lesehelfer noch genauer als sonst hingucken. Auch wenn die Masse hinter den Erwartungen zurückblieb: Klasse gibt es dieses Jahr durchaus. Laut Winzer Joachim Lorenz aus Boppard eignet sich der 23er Riesling „sehr gut zur Produktion von edelsüßen Spitzenweinen.“ Mostgewichte von über 100 Gramm Oechsle sind keine Seltenheit. Aber wer es lieber trocken und säurebetont mag, muss „mit anderen Jahrgängen vorlieb nehmen“, sagt Lorenz. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Luca Lamonte-Austin / Romantischer Rhein Tourismus

Ein Besuch in Brey

Wer Brey nur vom Durchfahren kennt, hat den Ort nicht verstanden. Von der 1500-Seelen-Gemeinde könnten einige Kommunen am Mittelrhein lernen, denn in Brey spuckt man in die Hände, bevor man übereinander meckert. Zu den Glanzstücken gehört die Rettung des örtlichen Weinbaus durch eine Bürgerinitiative, die „Weinbruderschaft Breyer Hämmchen“. Der Verein bewirtschaftet nicht nur den Wingert, er betreibt sogar eine eigene Weinstube, den „Bacchuskeller“. SWR-Reporterin Nadine Bühler hat Brey besucht und neben Hobby-Winzern auch einen der letzten unabhängigen Druckereibesitzer im Welterbetal und eine neu zugezogene Zahnärztin aus dem Irak getroffen. Bühler ist übrigens selbst Mittelrhein-Fan: Sie betreibt mit ihrem Mann das wunderbar plüschige Hotel Anker in Kamp-Bornhofen. Film ab: SWR

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