Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Trechtingshausen Seite 2 von 21

„Ich bin mir sicher, dass wir die B9 nicht mehr fluten“

Bei Starkregen gehört der Trechtingshäuser Steinbruch zu den kritischen Punkten am Mittelrhein. 2016 und 2018 lief die (Schlamm-)Brühe bis auf die Bundesstraße. Schweres Gerät war nötig, um die verstopfte Verkehrsader am linken Ufer wieder freizubekommen. Steinbruch-Chef Willem Douw hat seitdem buddeln und bauen lassen. Ein neu angelegtes Becken könnte im Extremfall bis zu 13 Millionen Liter Wasser aufnehmen, berichtet die „AZ“. Das Ablaufsystem hält Steine, Sand und Schlamm zurück. Douw glaubt, dass auch eine Sintflut wie am Ahrtal zu bewältigen wäre. O-Ton: „Ich bin mir sicher, dass wir die B9 nicht mehr fluten“. Allgemeine Zeitung

Der Trechtingshäuser Steinbruch von Lorch aus gesehen. Foto: Jessica Jullien

Gute Nacht in Assmannshausen

4 Brücken in 2 Wochen zu bauen, das klingt nach NATO-Manöver oder nach China. In Rüdesheim bedeutet es viel Lärm und hoher Zeitdruck. Ab 16. August stoppt dort der Bahnverkehr. Dann müssen 4 Bahnbrücken möglichst schnell erneuert werden. Gearbeitet wird auch am Wochenende und nachts. Besonders betroffen ist der Rüdesheimer Stadtteil Assmannshausen. Dort bietet die Bahn den Anwohnern zwar ruhigere Ausweichquartiere an, aber Hoteliers wie Birgit Berg von der „Alten Bauernschänke“ hilft das wenig: Die Entschädigung gibt es nur für sie, aber nicht für ihre Gäste. Die Assmannshäuser Wirte fürchten nach dem Lockdown die nächste Stornierungswelle, verärgerte Kunden und schlechte Internet-Bewertungen. Sie wollen mit einer Klage erreichen, dass wenigstens zwischen 22 und 7 Uhr Ruhe herrscht. Wiesbadener Kurier (Klage), Wiesbadener Kurier (Brückenbau)

Zahl des Tages

Rund 1.800 Besucher sind zur „Binger Sommernacht“ auf den Rochususberg gekommen, Sonntag noch nicht ganz eingerechnet. Das erste große Freiluft-Event seit dem Lockdown dauerte 5 Tage und verlief unter Corona-Bedingungen: Masken duften nur am Tisch abgenommen werden und Tanzen war nicht erlaubt. Dafür gab es Wein, Musik und größtenteils gutes Wetter. Allgemeine Zeitung, Binger Sommernacht

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Tiefergelegt in Rüdesheim und Picknick-Terror in Trexico

Kommenden Monat blickt die Unesco nach Rüdesheim, genauer gesagt auf die letzte deutsche Bundesstraße mit Bahnschranke. Bei der Sitzung des Welterbekomitees wird entschieden, wie das Verkehrsproblem gelöst werden kann. Vermutlich gibt es ein klares Votum gegen eine Überführung. Damit wären sich die Hüter der Welterbes mit den Rüdesheimern einig, denn eine monströse Bahn-Brücke will niemand – außer das Verkehrsministerium von Andi Scheuer, das damit Geld sparen könnte. Wenn die Unesco die Brücke ablehnt und stattdessen eine landschaftsschonende Unterführung fordert, wird der Bund vermutlich nachgeben. Wiesbadener Kurier

Seilbahn in Rüdesheim. Foto: RÜD Tourismus AG / Moritz Kertzscher

Seilbahn in Rüdesheim. Foto: RÜD Tourismus AG / Moritz Kertzscher

Feierbiester in Trexico

Nach den ersten heißen Wochenenden liegen in Trechtingshausen wieder die Nerven blank. Alle Versuche, das Strand- und Partychaos in diesem Jahr in den Griff zu bekommen, scheinen gescheitert. Die kleine Gemeinde kämpft wie 2020 mit Bergen von Müll. „Die Probleme sind jetzt schon so gravierend wie im August 2020“, schreibt „AZ“-Mann Jochen Werner. Trexico gilt seit einiger Zeit als „Geheimtipp“ für Picknick-Proleten aus dem Rhein-Main-Gebiet und dem Kreis Bad Kreuznach. Orts- und Verbandsgemeinde sind machtlos, weil der Uferbereich dem Bund gehört. Allgemeine Zeitung

Ein Hotel unterm Hammer

In Bad Salzig ist das marode „Rhein-Hotel“ unter den Hammer gekommen. Laut „Rhein-Zeitung“ wurde für den 4-geschossigen Altbau an der Uferpromenade deutlich mehr gezahlt als gedacht. Das Mindestgebot lag bei 250.000 Euro, der tatsächliche Kaufpreis bei 405.000 Euro zzgl. 7,14 Prozent Provision. Was aus dem früheren Vorzeige-Hotel wird, ist unklar. Der bisherige Eigentümer plante die Umwandlung in Eigentumswohnungen. Rhein-Zeitung, Westdeutsche Grundstücksauktionen (Unterlagen mit Bildern)

Air Bambi in Biebernheim

Alexandra und Marko Weber gehen für Mittelrhein-Tiere zwar nicht selbst in die Luft, aber sie lassen eine Drohne fliegen. Ihre Initiative „Wildtierhilfe an der Loreley“ spürt mit Hilfe einer Wärmebildkamera Rehe und Hasen auf, bevor die Mähmaschine kommt. Rehkitze sind besonders gefährdet. Weil sie nach der Geburt noch keine Fluchtreflexe haben, laufen sie vor dem Lärm der Maschine nicht weg, sondern bleiben wie gebannt an Ort und Stelle. Im vergangenen Jahr konnten die Webers innerhalb von 4 Wochen132 Jungtiere ausmachen. Wer seine Wiese mähen will ohne Wildtiere zu gefährden: Auf der Website der Wildtierhilfe können Landwirte sogar Online-Termine buchen. Wildtierhilfe an der Loreley, Rhein-Zeitung

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Freitags kommt Mittelrheingold mit der Post

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Ein neuer Radiosender am Rhein und das lockere Pfingstwochenende

Radio nur für das Welterbetal gibt es (noch) nicht, aber ein neuer Sender will zumindest Teile der Region bespielen. Der frühere RTL-Mann Artur Frank startet am Freitag „Radio Rhein FM“ in Oestrich-Winkel im Rheingau. Zum Sendegebiet gehören neben dem kompletten Rheingau und Teilen Rheinhessens auch Bingen und Bacharach. Laut „Wiesbadener Kurier“ plant Frank „ein Programm rund um die Uhr mit selbst produzierten Regionalnachrichten inklusive Wetter zu jeder vollen Stunde.“ Bei der Musikauswahl orientiert er sich an den 60er, 70er und 80er Jahren. Sonntags soll es einen Polit-Talk geben („Rhein mit Dir“). Daneben sendet Radio Rhein FM internationale Reisetipps und News aus aller Welt. Wiesbadener Kurier, Radio Rhein FM

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Radio Rhein FM sendet bis Bacharach und Lorch. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

KD Ahoi und zur Festung schweben: Was Pfingsten möglich ist

Das Pfingstwochenende könnte ein Meilenstein auf dem Weg zur neuen Mittelrhein-Normalität sein. Die „Rhein-Zeitung“ hat in ihrer Hauptausgabe Wochenend-Tipps rund um Koblenz zusammengestellt, darunter 6 für das Welterbetal:

  • Die Seilbahn in Koblenz (ab Samstag wieder in Betrieb)
  • Die erste Schiffstouren durchs Tal (die KD startet ebenfalls am Samstag)
  • Die Marksburg über Brauchbach (öffnet am heutigen Donnerstag, Voranmeldung erforderlich)
  • Die Pfalz bei Kaub (nach Voranmeldung)
  • Der Kultur- und Landschaftspark auf der Loreley
  • Das Blüchermuseum in Kaub (nach Voranmeldung)

Rhein-Zeitung

Die teuersten Parkplätze am Mittelrhein

Apropos Pfingsten: Nach den schlechten Erfahrungen des Vorjahres soll es kein weiteres Chaos-Wochenende zwischen Bacharach und Trechtingshausen geben. Die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, die Binger Polizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt als Eigentümer der Leinpfades haben sich abgesprochen: Es wird Kontrollen des Ordnungsamtes und 30-Euro-Knöllchen für alle geben, die ihr Auto unbefugt am Rheinufer abstellen. Allgemeine Zeitung

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