Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Braubach Seite 2 von 14

Ein Lob auf die rechte Rheinseite

Das rechte Rheinufer zwischen Kaub und Lahnstein bekommt zwar besonders viel Abendsonne ab. Trotzdem steht es ein bisschen im Schatten der Nachbarn. Der Rheingau gilt besser entwickelt, und die Mitttelrhein-Orte gegenüber – Boppard, St. Goar, Oberwesel oder Bacharach – sind immer ein Tick bekannter und größer als Braubach, St. Goarshausen oder Kaub. Dass die rechte Seite viel mehr zu bieten hat als die Loreley und die Marksburg, zeigt eine neue SWR-Reportage aus der Reihe „Fahr mal hin“. Zu sehen sind u.a. Bio-Winzerin Anja Belitz aus Nochern, der Lahnsteiner Schreiner, Restaurator und Antikholz-Detektiv Jürgen Zmelty, Rheinkiesel-Künstler Detlev Kleinen, die Kauber Bildhauerin Kirstern Herold, Rafting-Anbieter Sven Bernd und last but not least das Braubacher Power-Duo Erich und Karolin Kunz. Vater und Tochter haben den historischen „Weißen Schwan“ von einem Abriss-Kandidaten zu einem der besten Hotels im Welterbe-Tal entwickelt. Einer fehlt eigentlich noch im TV-Beitrag: Dirk Melzer aus Kaub. Der Kölner Landschaftsarchitekt und Ferienhaus-Ästhet ist gerade in der Digitalserie „Wir sind Heimat“ des Zentrums Baukultur Rheinland-Pfalz porträtiert worden. Melzer hat u. a. ein historisches Schifferhaus am Kauber Marktplatz mit sehr viel Geschmack und unglaublicher Liebe zum Detail saniert. ARD-Mediathek („Fahr mal hin“), Zentrum Baukultur (Melzer)

Kauber Marktplatz mit Melzer-Haus (2. v. l.). Dass die Kanonen in Richtung linke Rheinseite zeigen, kann nur Zufall sein.

Kauber Marktplatz mit Melzer-Haus (rechts). Dass die Kanonen in Richtung linke Rheinseite zeigen, kann eigentlich nur Zufall sein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

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Mittelrhein-Oase in Rüdesheim und Hitze-Stress in Oberwesel

In Rüdesheim hat die Tourismus-Krise einen ungewöhnlichem Nebeneffekt: Es gibt mehr Wasser. Die Stadt hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Hotelbetten und so viel Platz für Flussskreuzer, dass sich die Rezession unmittelbar auf den Wasserverbrauch auswirkt. Laut „Wiesbadener Kurier“ ist mehr verfügbar als geplant. Gleich nebenan in Geisenheim sitzt man dagegen auf dem Trockenen. Dort hat der Bürgermeister gerade verboten, Grünanlalagen zu bewässern, Autos zu waschen und Swimming Pools zu füllen. Wiesbadener Kurier

Blick vom Osteinschen Park am Niederwald. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Marlis Steinmetz.

Jetzt sind die Buchen dran

Der dritte Dürre-Sommer in Folge ist für die Wälder rund um das Mittelrheintal fatal. Die Fichtenbestände haben die Förster längst abgeschrieben, aber jetzt sind auch die Buchen bedroht. Der Hitze-Stress im Grünen ist Thema einer aktuellen SWR-Reportage. Reporter Christian Giese-Kessler begleitete Boppards Forstamtschef Axel Henke in einen Buchenwald bei Oberwesel. SWR (Video)

Erleuchtung in Braubach

Die Großfeuerwerke „Rhein in Flammen“ fallen dieses Jahr wegen Corona aus. Wahrscheinlich hätte es aber auch so Probleme gegeben: Schon 2018 konnte wegen Waldbrandgefahr nur unter Auflagen gezündelt werden. Am vergangen Wochenende wusste man sich zwischen Braubach und Koblenz auch so zu helfen. Das Lichterfest „Rhein ohne Flammen“ brachte statt Krach und Qualm romantische Erleuchtung am Rheinufer. Krach gab es nur hinterher: Braubachs Bürgermeister Joachim Müller ärgerte sich über das gefühlte Desinteresse der „Rhein-Zeitung“. Mittlerweile hat die Redaktion ausführlich berichtet. Rhein-Zeitung

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Last Exit Lorchhausen

Hinter dem Lorcher Stadtteil Lorchhausen ist die hessische Welt zu Ende. Die bis 1971 selbstständige Gemeinde grenzt an Rheinland-Pfalz und galt lange Zeit als der schläfrigste Ort im Rheingau. Aber damit ist es spätestens seit der Eröffnung der „Wisper-Trails“ vorbei. Der boomende Wander-Tourismus bringt mehr Autos nasch Lorchhausen als den Einwohnern lieb ist. Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet von fehlenden Parkplätzen, überlasteter Infrastruktur und genervten Bürgern. An manchen Sonntagen quälen sich über 100 Autos durch die engen Straßen. „Wir werden überrannt“, zitiert die Zeitung CDU-Ortsvorsteher Thomas Schott. Parkplätze am Dorfgemeinschaftshaus und bessere Beschilderung sollen helfen. Wiesbadener Kurier, wisper-trails.de (Infos zu den Wanderwegen)

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorchhäuser Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wer soll das bezahlen?

Apropos Lorch: In der Kommunalpolitik herrscht wieder einmal dicke Luft. Die Stadtkasse ist auch ohne Corona so leer, dass saftige Steuererhöhungen drohen. Der neue Bürgermeister Ivo Reßler erklärt die Lage in einem „Bürgerbrief“, von dem sich Teile des Magistrats distanzieren. Der Hintergrund: Reßler ist parteiloser Newcomer und hat die Finanzpolitik der vergangenen Jahre nicht zu verantworten. CDU und SPD dagegen waren an den Entscheidungen beteiligt und fühlen sich auf den Schlips getreten. Wiesbadener Kurier, ivoressler.de (Bürgerbrief)

Die Marksburg unter Corona-Bedingungen

Die Marksburg kämpft sich langsam aus der Corona-Krise. Am ersten Tag nach der Wiedereröffnung kamen laut „RZ“ 2 (!) Besucher, am nächsten Tag 20 und am folgenden Samstag immerhin schon 120. Die Zeitung hat mit Gerhard Wagner gesprochen, dem Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigung und Hausherren. Wagner rechnet mit einen schwierigen Jahr. Größere Probleme erwartet er aber erst, wenn sich die Besucherzahlen auch 2021 nicht erholen. Momentan können pro Führung maximal 12 Personen eingelassen werden. Rhein-Zeitung

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