Mittelrheingold

Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Blick auf Bacharach. Foto: Henry Tornow

Autor: Frank Zimmer Seite 2 von 317

Hotelzimmer mit Aussicht in Oberwesel und ein Siegel für den Rheinburgenweg

Noch ist das Günderodehaus nur das schönste Ausflugslokal von Oberwesel, aber wenn es nach der Unternehmerin Elke Bolland geht, kann man dort in wenigen Jahren auch seinen Urlaub verbringen. Die Mutter von  Investor Jan Bolland („Papa Rhein“) hat im Oberweseler Stadtrat Pläne für 8 Mini-Fachwerkhäuser vorlegen lassen, die sich an das Gebäude anschließen würden und den Eindruck eines kleinen Hunsrück-Dorfes vermitteln. Eine Sauna und ein Panorama-Pool gehören zum Konzept. Das Kommunalparlament zeigte sich angetan, allerdings stehen noch andere Genehmigungen aus. Das Günderodehaus wurde 2002 für die Dreharbeiten zum Sechsteiler „Heimat 3“ gebaut. Später scheiterten Pläne für ein zusätzliches Gebäude mit 30 Hotelbetten. Der jetzige Entwurf stammt vom Berliner Architekten Andrea Dal Negro. Rhein-Zeitung, noa.network (Architekturbüro), guenderodefilmhaus.de (Website des Lokals)

Günderodehaus der Zukunft: Entwurf des Berliner Architekturbüros Noa.

Der Kandidat hat 100 Wanderpunkte

Aprops Günderodehaus:  Wanderer erreichen den Oberweseler Logenplatz über den“Rheinburgenweg“,  das linksrheinische Gegenstück zum preisgekrönten Rheinsteig. Die knapp 200 Kilometer lange Strecke von Remagen nach Bingen ist gerade wieder als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert worden. Der Deutsche Wanderverband mit Sitz in Kassel prüft das Qualitätssiegel alle 3 Jahre. Allgemeine Zeitung, wanderbares-deutschland.de

Premiere in Bornich

Für die Bornicher Winzergenossenschaft ist der 2019er ein besonderer Jahrgang: Erstmals kam ein Traubenvollernter zum Einsatz. Die Lesemaschine holte in der Lage „Bornicher Rothenack“ in 2 Stunden heraus, wofür bisher ein ganzer Tag gebraucht wurde. In flachen Lagen sind Vollernter schon seit Jahrzehnten üblich. Die neuen Spezialmodelle für die Steillage können helfen, schwer zugängliche Weinberge zu erhalten. Rhein-Zeitung

Ein Traum von Boppard

Zum Preis einer Münchner 1-Zimmer-Wohnung gibt es in Boppard gerade eine historische Villa mit 11 Zimmern, über 4000 Quadratmetern Grundstück und unverbaubarem Panoramablick auf den Rhein. Das „Wohnjuwel“ (O-Ton Makler) mit Erkertürmchen soll 495.000 Euro kosten. Immobilienscout24

Mittelrheiner des Tages: Ludger Lüning

Der Binger Großbäcker ist mit dem „Goldenen Stadtsiegel“ ausgezeichnet worden. Lüning übernahm 1971 die Bäckerei seines Vaters in der Amtsstraße und baute sie in den folgenden Jahrzehnten zum Großbetrieb mit zahllosen Filialen auf. Heute beschäftigt Lüning über 850 Mitarbeiter an 61 Standorten. Zum Lüning-Imperium gehört auch der Event-Standort Alte Wagenausbesserungshalle in Bingerbrück. Allgemeine Zeitung, backhaus-luening.de (Firmengeschichte)

Zahl des Tages

50 Arbeitsplätze könnten das hessische Finanzministerium bis 2025 in Rüdesheim ansiedeln. Die Stadt ist für eines der 7 neuen Ämter im Gespräch, die sich auf die Erhebung der Grundsteuer konzentrieren. Der Rheingau-Taunus-Kreis ist dabei gesetzt. Offen ist nur, ob die Beamten nach Rüdesheim oder in die Kreisstadt Bad Schwalbach versetzt werden. Hessen will die neuen Dienststellen abseits der Großstädte aufbauen, um ländliche Regionen zu unterstützen. ffh.de

Termine des Tages

Bingen – „Galapagos – Paradies im Pazifik?“ / Live-Reportage mit Johannes Kern – 17. Oktober, 17 Uhr. bingen.de

Festung Ehrenbreitstein – Repair-Werkstatt für Porzellan, Keramik, Kunststoff und Kleidung – 17. Oktober, 18 Uhr. tor-zum-welterbe.de 

Bingen – „Schottland – Schlösser, Whisky, Dudelsack“ / Multimediaschau mit Jürgen Schütte – 17. Oktober, 19 Uhr 30. bingen.de

Festung Ehrenbreitstein – Eric Miyashiro & Konflux / Konzert im Kuppelsaal – 17. Oktober, 20 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Lahnstein – „Kings of Floyd“ / Multimediaschau in der Stadthalle  – 17. Oktober, 20 Uhr. lahnstein.de

Foto des Tages

Mittelrheingold per Telegram oder Notify

Im Dezember stellt Whatsapp weltweit den Newsletter-Versand ein, um sich auf Dialog per Messenger zu konzentrieren.  Falls Sie Mittelrheingold per Whatsapp  abonniert haben, gibt es eine einfache Lösung: Jetzt auf die Messenger-Alternativen Telegram oder Notify umsteigen

P.S. Vergessen Sie anschließend nicht, Ihr Whatsapp-Abo durch ein einfaches „Stop“ zu beenden, sonst bekommen Sie den  Newsletter bis Dezember doppelt.

Ein Klimapaket für Boppard und die Ober-Kreditkarte von Bingen

„Klimanotstand“ wollte man es am Ende doch nicht nennen, aber der Bopparder Stadtrat hat sich einstimmig für ein kommunales Klima-Programm ausgesprochen.  Dazu gehören u. a.

  • die allmähliche Umstellung des städtischen Fuhrparks auf alternative Antriebstechnologien
  • ein klimaneutrales Mobilitäskonzept für öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad-Nutzung
  • ein Ideenwettbewerb für Klimaschutz-Projekte
  • die Bestellung eines Klimaschutz-Beauftragten und last but not least
  • mehr Abschüsse im Bopparder Stadtwald, um Neuanpflanzungen vor Wild zu schützen.

Das Klimaschutzpaket ist heute Thema in der Rhein-Hunsrück-Ausgabe der „RZ“. Leider geht es im Artikel mehr um die Debatten des Abends als um den eigentlichen Beschluss und seine Folgen für die Stadt und ihre Bürger. Rhein-Zeitung

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Die Ober-Kreditkarte von Bingen

Wenige Wochen vor der Wahl wird der Amtsstil von Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU) erneut zum Thema in der „AZ“. Steilvorlage für seine Konkurrenten von SPD und Grünen ist die Kritik des Landesrechnungshofs an Fesers Umgang mit Dienstwagen und städtischer Kreditkarte. Moniert wird u. a. ein 4-Personen-Abendessen in München für 650 Euro, dessen Zweck unklar sei. Feser erklärt, man habe den CityCenter-Deal mit dem Immobilienentwickler Harpen gefeiert. Finanziell gravierender waren freihändige Entscheidungen des Oberbürgermeisters, auf Stellplatzabgaben zu verzichten und ein später zwangsgeräumtes Grundstück auf dem Rochusberg mit Wasser und Strom versorgen zu lassen. Fesers Eigenmächtigkeiten sind in Bingen legendär, allerdings versteht es der erfahrene PR-Profi, Grenzüberschreitungen mit „leidenschaftlichem Einsatz für die Stadt“ zu rechtfertigen. Die Wahl zum Binger Oberbürgermeister findet am 10. November statt. Gegen Feser treten SPD-Mann Michael Hüttner und Jens Voll von den Grünen an. Allgemeine Zeitung

Radeln nach Rüdesheim

Für den jäh vor Rüdesheim endenden  „Luxus-Radweg“ (115 Mio Euro Baukosten) zeichnet sich eine Lösung ab. Laut „Wiesbadener Kurier“ plant das Rüdesheimer Kommunalparlament eine Anbindung an den Leinpfad. Er führt in die Stadt hinein und soll auf 3,50 Meter verbreitert werden. Der Weg könnte auch von Fußgängern benutzt werden. Momentan müssen Fußgänger 200 Meter vor dem Ortseingang umkehren und Radfahrer auf die Bundesstraße ausweichen. Wiesbadener Kurier

Mittelrheinerin des Tages: Vanessa Blumenthal

Die Koblenzer Influencerin hat rund 300.00o (!) Abonnenten auf Instagram und wehrt sich vor Gericht gerade gegen den Vorwurf der Schleichwerbung. Ein auf Abmahnungen spezialisierter Verein wirft ihr vor, Werbebotschaften nicht korrekt zu kennzeichnen. Dem Anschein nach kann Blumenthal auf verständnisvolle Richter hoffen. Das Koblenzer Landgericht hat in einer Presseerklärung durchblicken lassen, dass es zumindest einen Teil der Vorwürfe für unbegründet hält. SWR, instagram.com/vanezia_blum (Instagram-Profil von Blumenthal)

 

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Zahl des Tages

650.000 Mark kostete der Bau des Rüdesheimer Klosters Eibingen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Benediktinerinnen-Abtei führt ihre Tradition zwar auf das mittelalterliches Kloster Hildegards von Bingen zurück, war um 1900 aber ein komplett neues Projekt. Finanziert wurde es vom streng katholischen Großgrundbesitzer Karl Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, der einige Jahre später selbst Mönch wurde. Die (Bau-)Geschichte des neuen Hildegard-Klosters war gerade Thema eines Vortrages in Geisenheim. Wiesbadener Kurier, Wikipedia (Löwenstein-Biografie)

Termin des Tages

Bingen – „Bingen 2028“ / Podiumsdiskussiom der OB-Kandidaten – 16. Oktober, 20 Uhr. bingen.de

Foto des Tages

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