Oberwesel verliert zwar die eigene Verbandsgemeinde und in einigen Jahren auch die Innere Medizin im Krankenhaus, aber für die Rheinschifffahrt ist die Stadt so wichtig wie eh und je. Am Ortsausgang Richtung St. Goar liegt die „Revierzentrale“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, im Volksmund „Wahrschau“ genannt. Beide Begriffe geben nicht das wieder, was dort wirklich stattfindet: In Oberwesel laufen alle wichtigen Informationen über den Schiffsverkehr zwischen dem badischen Iffezheim und Rolandseck an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen zusammen. Dazu kommen Teile des Mains, der Mosel, der Saar und sogar des Neckars. Was immer auf den Flüssen passiert – von der Tankerhavarie bis zum gebrochenen Arm an Bord – wird in Oberwesel gemeldet und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Gerade hat RLP-Innenminister Roger Lewentz die „Revierzentrale“ besucht. Eines der Themen dort: Die Mitarbeiter brauchen Fortbildungen für psychologisch schwierige Fälle. Rhein-Zeitung, wsa-bingen-wsv.de (offizielle Seite über die Revierzentrale Oberwesel)

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Sorgenkind Bingen

Bingen wächst und gedeiht (s. u.), aber der Einzelhandel in der Innenstadt macht weiterhin Sorgen. Nach der Schließung von Douglas und „Impulse“ sieht es rund um den Speisemarkt trist aus. Laut „AZ“ ist auch das neue „CityCenter“ nicht ausgebucht. Holger Timm von der Binger Werbegemeinschaft weiß im Artikel von „AZ“-Reporterin Christine Tscherner nicht wirklich weiter. Neben der Konkurrenz durch den Internethandel mache auch der Mangel an größeren Ladenlokalen zu schaffen, heißt es. Einen Lichtblick gibt es immerhin: Für den Outdoorladen am Bürgermeister-Neff-Platz ist ein Nachmieter gefunden. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (Hintergrund)

Ein Blick auf die neue Loreley

Beim Blick aus dem Fenster ist es schwer vorstellbar, aber in 3 Monaten ist der neue Besucherpark auf der Loreley eröffnet. Auf 3 Hektar können Besucher dann durch die Landschaft flanieren und spektakuläre Aussichten genießen. Gastronomisch tut sich auch einiges: Der Mainzer Muzaffer Oguz bereitet sich auf die Eröffnung des Bistros vor und plant einen Shop mit regionalen Produkten (Kontakt: 0152-33867894 oder E-Mail info@am-mythischen-fels.com). Loreley-Experte Andreas Jöckel beschreibt in der „RZ“, was in Arbeit ist und was noch kommt. Am 3. Februar gibt es übrigens wieder eine geführte Baustellenbesichtigung. Los geht’s um 14 Uhr am Besucherzentrum. Rhein-Zeitung

Feuerteufel auf der rechten Rheinseite

Eine Serie von Brandanschlägen beschäftigt die Polizei in Lahnstein und St. Goarshausen. Am Wochenende wurden insgesamt 5 Hochsitze angezündet, darunter in Dachsenhausen und bei Braubach. Ein Zusammenhang gilt als wahrscheinlich. Rhein-Zeitung

Ein Buga-Vorbild 2008

Die Landesgartenschau war für das dahin dümpelnde Bingen 2008 die Wende. Das Rheinufer wurde von der Innenstadt bis nach Bingerbrück komplett umgestaltet und gehört noch immer zu den Highlights der Stadt. 1,3 Millionenen Besucher kamen damals nach Bingen, mehr als doppelt soviel wie erwartet. Marcus Schwarze erinnert im Buga-Blog an eine Erfolgsgeschichte, die vorbildhaft für die Bundesgartenschau 2029 sein könnte. buga2029.blog

So war es bei der Landesgartenschau 2008 in Bingen

Mittelrheinerin des Tages: Gabriele Wingender

Die Leiterin der Berufsbildenden Schule (BBS) Boppard ist für knapp 1.200 Berufsschüler zuständig. Die Schülerzahlen gehen laut „RZ“ im ganzen Rhein-Hunsrück-Kreis zurück, weil immer mehr Jugendliche studieren möchten. Bei den Bäckern ist es besonders kritisch. Hier müssen für eine Schulklasse mittlerweile 3 Jahrgänge zusammengelegt werden. Gut läuft es dagegen bei angehenden Systemgastronomen, technischen Produktdesignern (der Ausbildungsberuf ist aus dem früheren „technischen Zeichner“ hervorgegangen) und bei sozialen Berufen. Wer sich für die Schule interessiert: Am 2. Februar veranstaltet die BBS Boppard einen Tag der offenen Tür. Rhein-Zeitung, bbs-boppard.de

Zahl des Tages

26.604 Binger gab es Ende 2018. Das sind 285 mehr als im Jahr zuvor. Bingens größter Stadtteil ist die Innenstadt (7.742, plus 129), gefolgt von Büdesheim (7.442, plus 63) und Bingerbrück (3.213, plus 34). bingen.de

Termine des Tages

Bingen – „Hildegard-Abend“ / Vortrag über Heilpflanzen – 21. Januar, 19 Uhr. bingen.de

Boppard – „100 Dinge“ / Cinema in der Stadthalle – 21. Januar, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

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