Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Biebernheim Seite 1 von 2

Mittelrhein für Millionäre

Auch wenn der Immobilien-Boom allmählich auch im Rheintal ankommt: Grund und Boden ist trotz der zentralen Lage zwischen Großraum Koblenz und Rhein-Main-Gebiet immer noch günstig zu haben. Für manche Häuser genügt ein fünfstelliger Verkaufspreis. Am oberen Ende der Skala dürfen es aber gerne auch mehrere Millionen sein. Seit Jahren auf dem Markt aber immer noch im Angebot sind die pseudo-mittelalterliche „Rheinburg zu Koblenz“ für 3.75 Millionen Euro und die so genannte „Zamek-Villa“ oberhalb der Bacharacher Burg Stahleck (3,45 Mio). Für 2,835 Millionen gäbe es das Gut Schönburg mit Wohnhaus und Reitanlage hoch über Oberwesel. Wer es etwas urbaner mag: Am Binger Rochusberg stehen gerade mehrere Millionenobjekte zum Verkauf, darunter eine frühere Chefarzt-Residenz aus den 20er Jahren. Das „Villenjuwel auf einem parkähnlichen 3400 qm Grdst“ (O-Ton Makler) soll 1,25 Millionen Euro kosten.

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Burg Stahleck über Bacharach. Die „Zamek-Villa“ ist im Bild oben links zu sehen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Bingen und die Buga

Apropos Bingen: In der Stadt wird weiter über die Bundesgartenschau diskutiert. Oberbürgermeister Thomas Feser und seine CDU blicken vor allem auf den so genannten Burggraben zwischen Burg Klopp und Innenstadt. Das eigentliche Problem ist aber die Verbindung zwischen Rheinufer und City. Hier schwebt der SPD ein System von Grünflächen vor, das allerdings noch geplant und irgendwann gezahlt und gepflegt werden muss. Bingen beteiligt sich mit 1,5 Millionen Euro an der Buga und kann im Gegenzug vom 108-Millionen-Budget profitieren. Allgemeine Zeitung

Bodenschätze in Biebernheim

Eine Art Mini-Buga gibt es schon jetzt im St. Goarer Höhenort Biebernheim: Zur 1200-Jahr-Feier pflegen engagierte Einwohner ein Feld mit rund 25 unterschiedlichen Pflanzenarten, darunter Tabak. Besucher können dort erleben, was den Boden alles hergibt. Für den Ort war es früher existenziell: Noch vor 100 Jahren versorgte man sich in Biebernheim weitgehend selbst. Rhein-Zeitung

Ein Besuch in Ehrenbreitstein

„Den lockersten Stadtteil von Koblenz“ nennt der SWR Ehrenbreitstein. Der Ort hat weit mehr zu bieten als die frühere preußische Festung. Eine TV-Reportage stellt die kleine aber feine Kultur- und Kreativszene im Viertel vor. SWR (Video)

Foto des Tages

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„Es wurden erhebliche Management-Fehler gemacht“

Der frühere Oberweseler Chef-Chirurg Dr. Rolf Kaltwasser diagnostiziert Missmanagement bei den Loreley-Kliniken. In einen auf Facebook kursierenden Brandbrief listet der im Sommer pensionierte Mediziner Fehlentscheidungen und Ungereimtheiten auf. Schon die im Frühjahr bekannt gewordenen Pläne zur Schließung der Inneren Abteilung und der Intensivstation hätten „erhebliche Auswirkungen“ auf die anderen Abteilungen und würden mehr Probleme schaffen als lösen. Kaltwasser, der neben Medizin auch Wirtschaftswissenschaft studiert hat, kritisiert vor allem den Mehrheitsgesellschafter Marienhaus und dessen Geschäftsführung in Oberwesel. In seinem Text kommen aber auch die Entscheider in der Kommunalpolitik nicht gut weg. Sie hätten sich den Problemen „nicht wirklich gestellt“ und seien dem Marienhaus-Konzern zu lange „kritiklos“ gefolgt. Kaltwasser nennt namentlich Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr, den scheinbar „andere Interessen“ als die „schnöde Basisarbeit in Oberwesel“ umtrieben  – eine Anspielung auf Bröhrs Versuch, CDU-Spitzenkandidat für die rheinland-pfälzische Landtagswahl 2021 zu werden.  Der Landrat stößt dabei auf starken Widerstand in seiner Partei. Auch Landeschefin Julia Klöckner zeigt sich in einem Interview mit der „RZ“ skeptisch: „Bei allem Respekt, aber die Popularität einer Person ersetzt keine Inhalte.“ Facebook (Kaltwasser-Brief), Rhein-Zeitung (Klöckner über Bröhr)

Foto: Loreley-Kliniken.

Happy Birtghday, Biebernheim

Der Höhenort über St. Goar wurde im Januar 820 (!) zum ersten  Mal erwähnt und bereitet sich auf die 1200-Jahre-Party vor. Der SWR hat schon mal vorbeigeschaut. In der TV-Reportage zu sehen sind u. a. Altbau-Sanierer Mirko Pabst, „Rebstock“-Wirt Hans-Peter Goedert und das Textil-Team Barbara Kisters / Ludger Schulz von „rheingewebt„. Natürlich geht es auch um die legendäre „Biewerumer Quetschekerb“ und ihr Wahrzeichen, den „Quetsche-Hannes“. SWR (Video)

Mittelrheinerin des Tages: Tanja Brinkhaus-Bauer

Die evangelische (Halbtags-) Pfarrerin von Büdesheim hat die Pfarrstelle in der Binger Innenstadt übernommen. Brinkhaus-Bauer ist in Bingen als „die Pfarrerin mit den Joggingschuhen“ bekannt. Ihr wöchentlicher Lauftreff „Kirche in Bewegung“ verbindet Sport mit Spiritualität. Allgemeine Zeitung, bingen-evangelisch.de (Website der neuen Kirchengemeinde)

Zahl des Tages

469.739,41 Euro soll die Sanierung des Bornhofer Bachs in Kamp-Bornhofern kosten. Das kleine Rinnsal ist gefährlicher als es aussieht: Bei den heftigen Unwettern im Frühjahr 2016 trat es über die Ufer, riss Erdreich mit und brachte eine ganze Einfahrt zum Einsturz. Der Auftrag ging an eine Spezialfirmaaus Rennerod, die schon im benachbarten Wellmich aktiv war. Auch hier hatte der Starkregen 2016 enorme Schäden angerichtet. Rhein-Zeitung

Termin des Tages

Boppard – „Systemsprenger“ / Cinema in der Stadthalle – 5. November, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Foto des Tages

 

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Grüne Probleme in Oberwesel und ein schwarzes Haus in Bingen

Jahrhundertelang hat der Oberweseler Stadtwald zuverlässig Rendite abgeworfen, aber jetzt macht der Klimawandel einen Strich durch die Rechnung. Laut „RZ“ plant Revierförster Timo Hans für das kommende Jahr mit einem Minus von über 36.000 Euro. Wegen Trockenheitsschäden und Borkenkäfern sind die Holzpreise im Keller. Gleichzeitig erfordern Neuanpflanzungen mehr Schutzmaßnahmen gegen Wild. Das kleine Oberwesel gehört mit 1.100 Hektar Wald zu den großen kommunalen Forstbesitzern in Rheinland-Pfalz. Noch kritischer als Förster Hans sieht sein Chef Axel Henke die Lage. Der Leiter des Forstamts Boppard warnte gerade wieder bei einer Informationsveranstaltung für die VG Rhein-Nahe vor großflächigem Waldsterben und Bodenerosionen. Rhein-Zeitung (Oberwesel), Allgemeine Zeitung (Henke)

Blick auf Oberwesel. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Das schwarze Haus und die roten Zahlen

„Schwarzes Haus“ klingt bedrohlich, aber in Bingen ist die Innenstadt-Immobilie vor allem eine Gefahr für die Stadtkasse. Die Verwaltung hat das Gebäude der früheren Druckerei Pennrich für rund 300.000 Euro gekauft und will es laut „AZ“ für 650.000 Euro zum neuen Bürgerbüro samt Standesamt umbauen. Dazu kämen eventuell noch 50.000 Euro für ein Trauzimmer. Kommende Woche entscheidet der Bauausschuss des Stadtrates, oft Bingen sich das wirklich leisten kann. Empfindliche Einbußen bei der Gewerbesteuer zwingen die Stadt gerade zu einem Nachtragshaushalt. Eigentlich planen Oberbürgermeister Thomas Feser und seine CDU ein „Kulturquartier“ mit der nebenan entstehenden neuen Stadtbibliothek. Sie argumentieren mit eingesparten Mietkosten, weil Bürgerbüro und Standesamt derzeit nicht in eigenen Immobilien untergebracht sind. „AZ“-Redakteur Erich Michael Lang vermutet eine Kompromisslösung: Bürgerbüro und Standesamt könnten bleiben wo sie sind, wenn bisher angemietete Standorte der Volkshochschule ins „Schwarze Haus“ einziehen würden.

Ein Besuch in St. Goarshausen

Was machen wir irgendwann ohne Mareike Knevels? Die Burgenbloggerin hat einen äußerst lesenswerten Artikel über ihren Besuch bei Axel und Eleonore Jost geschrieben. Josts sind Rentner und mitsamt Kunst- und Plattensammlung aus Ratingen bei Düsseldorf nach St. Goarshausen gezogen. Mareikes Reportage über 2 kluge Mittelrhein-Beobachter ist gerade im Blog erschienen. burgenblogger.de

Ein Reihenhaus am Rhein und süßer Crêpe

Die Polizei und die Drogenparty

Der Tod eines Festival-Besuchers in Bingen ist zum Thema im rheinland-pfälzischen Landtag geworden. Die fraktionslose Abgeordnete Gabriele Bublies-Leifert  (früher AfD) will von der Landesregierung wissen, warum am Veranstaltungsort im Binger Palazzo trotz regelmäßiger Drogenfunde seit 2015 keine Razzia stattgefunden habe. Mitte September war ein 35-jähriger Mann aus Heppenheim im Palazzo zusammengebrochen und gestorben. Als Todesursache gelten Ecstasy-Pillen. Allgemeine Zeitung

Mittelrheiner des Tages: Avadislav Avadiev

Der Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz und Sprecher der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz fühlt sich auch nach dem Terroranschlag von Halle sicher. „Schon vor dem Anschlag gab es Schutzmaßnahmen, und wir haben sehr guten Kontakt zu den Sicherheitsbehörden“, zitiert ihn die „RZ“. Laut Zeitung wird jetzt verstärkt Streife gefahren. Anders als in Halle zeigt die Polizei an jüdischen Feiertagen regelmäßig Präsenz. Rhein-Zeitung, Wikipedia (Synagoge Koblenz)

Zahl des Tages

314 Jahre alt ist die barocke evangelische Kirche von St. Goar-Biebernheim. Für Mittelrhein-Verhältnisse ist das fast ein Neubau. Renoviert werden muss sie trotzdem. Für einen neuen Außenputz, Anstrich und die Sanierung von 2 Fenstern könnten bis zu 70.000 Euro fällig werden. Die Kirchengemeinde freut sich über Spenden: Kreissparkasse Rhein-Hunsrück; IBAN DE02.5605.1790.0000.0018 00; BIC MALADE51SIM. Rhein-Zeitung, ev-kgm-stg.de (Website der ev. Kirchengemeinde St. Goar)

Termine des Tages

Lahnstein – Hexenmarkt – 11. Oktober. lahnstein.de

Niederheimbach – Repair-Café – 11. Oktober, 16 Uhr. VG Rhein-Nahe

Lorch – Lorcher Zwiebelkuchentage – 11. Oktober, ab 17 Uhr. lorch-rhein.de

Boppard – „Tatortreiniger“ / Theater in der Stadthalle – 11. Oktober, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Bingen – „Der Junge muss an die frische Luft“ im Programmkino KiKuBi – 11. Oktober, 20 Uhr 15. bingen.de

Lahnstein – Kerzenführung auf Burg Lahneck – 11. Oktober, 22 Uhr. lahnstein.de

Foto des Tages

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