Mittelrheingold

Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Flagge zeigen für die Krankenhäuser

Gegen die drohende Schließung der Loreley-Kliniken kann momentan nicht auf der Straße demonstriert werden, aber es gibt andere Mittel: Bettlaken und Tischdecken. Wenn sich am Donnerstag (26. März) die Krankenhaus-Eigentümer treffen, sollen an möglichst vielen Mittelrhein-Fenstern große weiße Tücher hängen – als Symbol für 180 Krankenhausbetten, die mitten in der Corona-Krise abgeschafft werden sollen und als letzter Versuch, Medien und bundesweite Öffentlichkeit zu alarmieren. Dabei geht es um mehr als um die Krankenhäuser. Eine Schließung würde die Wirtschaftskrise im  Welterbe-Tal weiter verschärfen, weil Arbeitsplätze und Kaufkraft abwandern. Initiator der Aktion ist eine Bürgerinitiative um den Oberweseler Feuerwehr-Profi Christian „Albi“ Albrecht. Unterdessen fleht der Bopparder Europa-Abgeordnete Norbert Neuser in einen offenen Brief die wichtigsten SPD-Größen im Land an, doch noch zu helfen.  Facebook (Aktion „Wir zeigen Flagge“), Facebook (Neuser)

Online-Sprechstunde in Lahnstein

Apropos unverzichtbare Ärzte: Auch in Lahnstein werden jetzt virtuelle Sprechstunden angeboten. Laut „Rhein-Zeitung“ ist die Hautarztpraxis von Ulrich Hintze und Achim Globisch  per Video-Chat erreichbar. Rhein-Zeitung, hautärzte-lahnstein.de

„Lisbeth“ für Lorch und Rüdesheim

Der Zeitpunkt könnte besser sein, aber die Idee ist gut und wird sich hoffentlich lohnen: Im Rheingau ist die erste Ausgabe von „Lisbeth“ erschienen, einem Magazin für Rheingau- und Rüdesheim-Liebhaber. Die Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH und die Rüdesheim Tourist AG haben 12.000 Exemplare drucken lassen. „Lisbeth“ soll Touristen für die Region begeistern. Wiesbadener Kurier

Bei Anruf Essen

Unter stayathome24.de entsteht am Mittelrhein gerade eine Plattform für lokale Dienstleistungen in Zeiten von Corona. Mit dabei sind u. a. der „Alte Posthof“ und das „Gasthaus Zur Marksburg“ in Spay und die Konditorei Hillen in Boppard. Sie bieten Lieferdienste an. Essen auf Abruf gibt’s übrigens auch in Kamp-Bornhofen bei  „Rheingraf“-Hotelier Uwe Girnstein. stayathome24.de

Foto des Tages

Juwelier Roland Schmelzeisen darf in Oberwewesel zwar nicht mehr verkaufen. Aber Reparaturen entgegennehmen – virenfrei und in nötigem Abstand.

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Oberwesel braucht ein Wunder

Ausgerechnet die Krankenhäuser in Oberwesel und St. Goar werden die Corona-Krise wohl nicht überleben. Für die rheinland-pfälzische Landesregierung sind die Kliniken „nicht systemrelevant“. Sie seien nicht für die Behandlung von Corona-Patienten eingeplant, berichten SWR und „Rhein-Zeitung“. Am Donnerstag trifft sich der Mehrheitsgesellschafter Marienhaus mit den Bürgermeistern der VG Hunsrück-Mittelrherin und der Städte Oberwesel und St. Goar. Sie vertreten die kommunalen Teilhaber der Loreley-Kliniken. Die Marienhaus-Gruppe wird vermutlich die Schließung beantragen. Das Land will bis zu 22 Millionen Euro für Sozialpläne bereitstellen. Corona-Zentrum in der Region wird das Binger Heilig-Geist-Krankenhaus. Es gehört ebenfalls der Marienhaus-Gruppe. SWR, Rhein-Zeitung

Foto: Loreley-Kliniken.

Kämpfen und kochen in Oberwesel

Apropos Oberwesel: Corona und Krankenhaus-Krise treffen die Stadt doppelt. Trotzdem lässt sich der örtliche Gewerbeverein nicht unterkriegen. Auf der Website gibt es eine Liste mit allen Händlern und Gastronomen, die weiter aktiv sind. 6 Restaurants und Imbissbetriebe bieten zum Beispiel Essen zum Mitnehmen oder Abholen an. Im „Lämmche“ kann sogar Kesselfleisch geordert werden. Ein Weseler Highlight ist der Service von Roland Schmelzeisen: Der Juwelier und Goldschmied nimmt weiter Reparaturen an – in einem Körbchen, das an einem Seil vom 1. Stock herabgelassen wird. ogv-mittelrhein.de

Küche in Kaub

Auch in Kaub muss niemand verhungern: Im „Deutschen Haus“ von Edgar Kirdorf kann täglich außer Montag Essen bestellt und abgeholt werden – jeweils von 12 bis 14 Uhr und von 17 bis 20 Uhr. Per Mail

Die Corona-Zahle hüben und drüben

Die „Rhein-Zeitung“ hat Corona-Zahlen für den Rhein-Hunsrück-Kreis und den Rhein-Lahn-Kreis veröffentlicht. Demnach gab es am Montag 48 positiv Getestete im Rhein-Lahn-Kreis, darunter je 9 in Lahnstein und in der Verbandsgemeinde Rhein-Lahn. Gegenüber im Rhein-Hunsrück-Kreis spricht Landrat Marlon Bröhr von 51 bekannten Fällen. Rhein-Zeitung (Rhein-Lahn), Rhein-Zeitung (Interview mit Marlon Bröhr)

Rheinstein TV geht auf Sendung

Auf Burg Rheinstein kämpft Familie Hecher mit digitalen Mitteln gegen die Krise. Ab heute gibt es täglich um 18 Uhr ein Video-Sendung aus der Burg. Die Hechers erzählen Geschichte und Geschichten und zeigen unbekannte Winkel der Burg. Per E-Mail 

Foto des Tages

 

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Spaziergang am Rhein in Boppard. #boppard #rhein #landschaft #mittelrheintal #rheinlandpfalz #rhine #blauerhimmel #frühling

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Mittelrheingold erhöht die Dosis

In Zeiten von Corona kann in einer Woche viel passieren. Zu viel, um das einzige Blog für das ganze Obere Mittelrheintal nur am Freitag zu aktualisieren. Darum erhöht Mittelrheingold die Dosis: Ab sofort und bis auf Weiteres gibt es hier täglich Neues über die ganze Region. Corona bedroht Menschen und Existenzen im Welterbe-Tal. Jetzt kommt es darauf an, den Überblick zu behalten und Solidarität zu zeigen. Dann machen wir mal.

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Der Digital-Doc von Oberwesel

Das Internet ist selten ein guter Doktor, weil es Halbwissen und Gerüchte verbreitet, aber wenn Mediziner es nutzen, kann es Leben retten. In Oberwesel bietet Hausarzt Axel Strähnz jetzt virenfreie Video-Sprechstunden an. Anmeldungen sind über 06744-8173 oder videosprechstunde-oberwesel@t-online.de möglich. Facebook

Facebook, dein Freund und Helfer

Zu laut, zu aggressiv, zu datengeil: Facebook schien zuletzt auf dem absteigenden Ast, aber in der Krise ist das Netzwerk wichtig wie nie. In großen Facebook-Gruppen listen Mittelrheiner z.B. Restaurants auf, die Abhol- oder Lieferservices bieten. Jede Bestellung hilft. Auch Mittelrheingold wird in den kommenden Wochen immer wieder auf Gewerbetreibende hinweisen, die in der Krise aktiv bleiben und Unterstützung verdienen. Hinweise gerne per Mail an post@mittelrheingold.de

Das Krankenhaus als Risiko-Patient

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein und der Städte St. Goar und Oberwesel haben gerade alle Hände voll zu tun. Anders ist der Tonfall nicht zu erklären, in dem sie die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler um Corona-Hilfe für die Loreley-Kliniken bitten („Wir gehen davon aus, dass Ihnen die aktuelle Situation bekannt ist“). Das Schreiben ist auch deshalb unglücklich, weil es die Belegschaft der Kliniken vor den Kopf stößt: Sie erfährt per Facebook, dass die Suche nach einem neuen Investor gescheitert ist. Unterdessen hat sich auch die SPD in der VG Hunsrück-Mittelrhein an ihre Parteifreundin in Mainz („Liebe Sabine“) gewandt. Genau so hart in der Sache, aber diplomatischer im Ton. Das Problem ist, dass im derzeitigen Gesundheitssystem kaum eine Klinik davon profitiert, Corona-Patienten zu behandeln. Im Gegenteil: Weil lukrativere Operationen verschoben werden müssen, geraten Krankenhäuser mir wirtschaftlichen Vorerkrankungen in noch  größere Schwierigkeiten. Rhein-Zeitung (Bürgermeister-Brief)Facebook

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