Tourismus-Marketing ist am Mittelrhein immer ein bisschen komplizierter als anderswo. Zur üblichen Zersplitterung der Region – 2 Bundesländer, 5 Kreise, ein Fluss mittendurch – kommt die besondere rheinland-pfälzische Kommunalverfassung mit der Zwischeninstanz „Verbandsgemeinde“. Das Nebeneinander von Kommunen und VG-Verwaltung spiegelt sich auch beim Tourismus-Marketing wider. Städte wie St. Goar und Oberwesel etwa betreiben wie in alten Zeiten eigenständige Tourist-Infos. Gleichzeitig gibt es Tourismus-Marketing bei der übergeordnete VG Hunsrück-Mittelrhein. Anderswo, in Rüdesheim zum Beispiel, herrscht ein Nebeneinander von privaten und staatlichen Initiativen. Die ultimative Lösung wird es nie geben. Kleine kommunale Einheiten sind ebenso wenig perfekt wie die Idee des großen touristische Zentralstaats, von der am Mittelrhein manche träumen. Wichtig für Austausch und Vernetzung ist die Tourismusgemeinschaft „Tal der Loreley“, ein Zusammenschluss aller touristischen Akteure und Instanzen im Welterbetal mit Sitz in St. Goar. Gegenüber in der Verbandsgemeinde Loreley setzt man auf ein neues Modell. Dort hat die VG gerade eine eigene Tourismus-GmbH gegründet, die bisherige Vereinsstrukturen ablösen und die Vermarktung professionalisieren soll.

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die „Loreley Touristik GmbH“ bündelt nicht nur die Tourismus-Werbung an der Rheinfront von Braubach bis Kaub, auf den Höhen und in Seitentälern bis Sauerthal. Sie ist auch die Hausherrin auf der Loreley und zuständig für deren Bewirtschaftung. Darum wird sie direkt auf dem Plateau angesiedelt. Der frühere Osterspaier Bürgermeister Helmut Bündgen führt übergangsweise die Geschäfte. VG-Bürgermeister Mike Weiland sucht parallel nach einem Vollzeit-Manager. Auf der Website der VG ist der Loreley-Job ausgeschrieben. Gesucht wird ein Tourismus-Profi, der „die strategische und operative Ausrichtung des Unternehmens“ verantwortet und ein bis zu 9-köpfiges Team führt. Der oder die künftige Chef:in kann sich nicht allein auf Zuschüsse aus der VG-Kasse verlassen. Der Business-Plan sieht u. a. Einnahmen aus Merchandising und Parkplatzbewirtschaftung vor. Die Stelle ist zunächst für 5 Jahre befristet. Bezahlt wird nach den Regeln des Öffentlichen Dienstes. Rhein-Zeitung, VG Loreley (Ausschreibung)

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