Alex Ott und Max Meyer haben es geschafft: Die beiden Binger dürfen ab sofort und an 16 Saison-Tagen wieder ihren „Ankerplatz“ am Binger Rheinufer eröffnen. Zwischen Museum und Alter Stadthalle gibt es Wein, kleine Leckereien, Live-Musik und Picknick-Möglichkeiten. 70 Liegestühle stehen schon bereit. Ein Stück stromaufwärts bewirtschaften das „Zollamt“ und die „Vinothek“ bereits einen ebenfalls musikberieselten Freiluft-Abschnitt namens „Sunset Walk“. Der „Ankerplatz“ von Ott und Mayer war nicht unumstritten. Im ersten Corona-Sommer 2020 landeten die beiden Pop-up-Unternehmer einen gastronomischen Sommerhit am Alten Kran. Anwohnern und Konkurrenten ging die spontan entstandene Party-Meile allerdings schnell auf den Geist. 2021 verweigerte die Stadt zunächst die Erlaubnis, dann versuchte sie, den „Ankerplatz“ in den abgelegeneren Park am Mäuseturm zu bugsieren. 16 Tage an 4 verlängerten Wochenenden direkt an der Kernstadt-Promenade sind der Binger Kompromiss. Allgemeine Zeitung, Facebook („Ankerplatz Bingen“)

Binger Rheinufer mit 2 Schiffen.

Binger Rheinufer. Foto: Stadt Bingen / Dominik Ketz

Das teuerste Schieferdach von Bingen

Apropos Bingen: Die katholische Basilika St. Martin ist die Hauptkirche der Stadt und den Bingern lieb und teuer. So teuer, dass 4,3 Millionen Euro für ein neues Schieferdach aufgebracht werden müssen. Das ergab ein Gutachten des Bopparder Dachdeckermeisters und Handwerkskammer-Sachverständigen Lothar Henzler. Demnach würde der eigentliche Schiefer noch ein paar Jahre durchhalten. Trotzdem sollte die Sanierung bald starten, weil schon Teil der Bleiabdeckung abfallen und Menschen gefährden. Allgemeine Zeitung, Henzler Boppard (Website des Sachverständigen, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Bopparder Dachdeckerfirma von Michael Weitzsch)

Boppard und der Fledermaus-Sound

Fledermäuse gelten als äußerst kommunikativ. Allerdings bekommen Menschen nichts davon mit, weil sich die fliegenden Quasselstrippen mittels Ultraschalltönen verständigen. Am Bopparder Rheinufer kann trotzdem mitgehört werden: Dort überträgt neuerdings ein „Fledermausdetektor“ auf Knopfdruck die Tierlaute in die passende Hörfrequenz. Das Gerät, das an einen Parkscheinautomaten erinnert, soll Fledermaus-Forscher unterstützen und interessierte Laien ansprechen. Zur Einweihung kam Umweltministerin Anne Spiegel vorbei.  Rhein-Zeitung, Nabu (Pressemitteilung)

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