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Zweikampf in St. Goarshausen

Blick auf St. Goarshausen. Foto: Petra Dittmann.

Der Konflikt zwischen Bürgermeister und Stadtrat in St. Goarshausen wird demokratisch entschieden: Am 9. Juni kommt es zur Urwahl zwischen Amtsinhaber Nico Busch und seiner schärfsten Kritikerin, Ratsmitglied Anna Maria Ledwinka. Busch bestätigte seine Kandidatur auf Anfrage von Mittelrheingold: „Ich habe so viel angestoßen, das möchte ich auch nach Hause holen. Es sind viele dicke Bretter zu bohren, da reicht eine Amtszeit nicht für aus.“ Der Jurist und selbständige Event-Manager kam 2020 als Nachfolger von Matthias Pflugradt ins Amt. Im vergangenen Jahr waren Streitigkeiten mit weiten Teilen des Stadtrates öffentlich geworden, u. a. wegen Mängeln und finanziellen Verlusten bei „Rhein in Flammen“ 2022. Frust und Unsicherheit saßen so tief, dass die Stadt 2023 nicht mehr am Feuerwerk teilnahm. Buschs Hauptkritikerin Anna Maria Ledwinka (früher Weisbrod) will es jetzt wissen. Sie tritt laut „RZ“ ebenfalls an. O-Ton: „Es ist eine Herausforderung, der ich mich stellen möchte, weil mich viele Bürgerinnen und Bürger auf die Wahl angesprochen und dazu motiviert haben“. Die Bewerbungen zeigen ebenso wie in Oberwesel, dass ehrenamtliches Engagement am Mittelrhein nicht so schnell ausstirbt. Mut macht u. a. das Alter der Kandidaten: Busch ist 40, Ledwinka 35. Rhein-Zeitung (€), Mitteilung von Nico Busch
Foto: Petra Dittmann

Pfarrer und Präsident

Sitzungspräsidenten gibt es im Mittelrhein-Karneval viele, aber ein evangelischer Geistlicher ist nicht darunter – außer in Bacharach. Dort regiert seit 16 Jahren Oliver „Olli“ Ploch, 56, im Hauptberuf Pfarrer der Thomas-Kirchengemeinde in Bonn-Bad Godesberg. Ploch hat mit der Doppelrolle kein Problem und das Publikum liebt ihn. In der „AZ“ ist ein Artikel über ihn erschienen. Wer die Show live erleben möchte: Am 3. Februar ist Kappensitzung in der Mittelrheinhalle; der Vorverkauf läuft. Allgemeine Zeitung (€), Facebook (Bacharacher Carneval Verein)

Bingen ist bunt

Was anderswo nicht immer klappt, ist in Bingen möglich. Dort demonstriert das komplette freiheitlich-demokratische Spektrum gegen Rechtsextremismus. Auch CDU-Oberbürgermeister Thomas Feser wird sprechen. Organisatorin ist die Initiative „Buntes Bingen“. Die Veranstaltung beginnt am Samstag (27. Januar) um 12 Uhr auf dem Bürgermeister-Neff-Platz. Allgemeine Zeitung (€)

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