Eigentlich ist in Oberheimbach die Welt noch in Ordnung.  In dem 550-Seelen-Dorf abseits des Rhein-Rummels scheint sogar der Weinbau intakt: Weil die Hänge nicht so steil sind wie anderswo am Mittelrhein, lassen sie sich leichter bearbeiten und rentabler bewirtschaften. Das kleine Oberheimbach ist mittlerweile die zweitgrößte Weinbaugemeinde im Anbaugebiet Mittelrhein. Nur in Boppard wachsen noch mehr Reben. Momentan sind die Oberheimbacher Weinberge aber nicht nur ein Thema für die Statistiker. Die Polizeiinspektion Bingen ermittelt wegen Vandalismus in den Lagen „Sonne“ und „Klosterberg“. Unbekannte haben vermutlich Ende der vergangenen Woche zahlreiche Rebstöcke beschädigt. Einige werden nur in diesem Jahr keine Trauben tragen, andere sind komplett zerstört. Das Weingut Eisenbach-Korn hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Betroffen sind aber auch die Weingüter Stassen und Klein.  Insgesamt waren der oder die Täter auf einer Fläche von etwa 4 Kilometer Länge im Heimbachtal unterwegs.  Aus dem Rheingau wird ein ähnlicher Fall gemeldet. In Hallgarten ging es mit noch größerer Rücksichtslosigkeit offenbar gezielt gegen einen einzelnen Winzer. Facebook-Message von Natalie Korn, Weingut Eisenbach-Korn auf Facebook (mit Bildern), Presseportal.de (Pressemitteilung der Polizeiinspektion Bingen), Wiesbadener Kurier (Hallgarten)

Mechthild Stassen von Weingut Stassen in Oberheimbach fotografierte die zerschnittenen Reben im Heimbachtal.

Mechthild Stassen von Weingut Stassen in Oberheimbach fotografierte die zerschnittenen Reben im Heimbachtal.

Fast ein Millionen-Deal in Oberdiebach

Der Unternehmer Georg Moller-Racke macht der verschuldeten Gemeinde Oberdiebach ein verlockendes Angebot: 900.000 Euro für 50 Hektar Kommunalwald. Moller-Racke, ein Sproß der immer noch wohlhabenden Binger Wein- und Spirituosen-Dynastie („Amselfelder“, „Racke Rauchzart“) ist der Jagdpächter in Oberdiebach und will mit dem Kauf unabhängig von der Gemeinde werden. Vor allem aber geht es ihm darum, den Bau von Windrädern in der Nähe seines Jagdhauses zu verhindern. Wenn der Gemeinderat zustimmt, wäre die Gemeinde auf einen Schlag schuldenfrei. Allerdings würden auch die Jagdpacht und mögliche Windrad-Einnahmen wegfallen. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (Hintergrund)

Es muss nicht immer Mittelalter-Musik sein

Seit 2015 organisieren Hendrik Schrandt, Stefan Senk, Phillip Emrath, René Stoffel und Andy Schwarz-Edinger in Bingen die „Recharge im Park“, eine unkomplizierte Mischung aus Musik-Festival und Picknick mit Blick auf den Mäuseturm. „Keine Barrieren im Kopf, keine elitäres Gehabe, keine kommerzielle Selbstbeweihräucherung“, ist das Motto. „AZ“-Autor Sören Heim war am Wochenende dabei. Allgemeine Zeitung, recharge-music.de (Website der Veranstalter mit weiteren Terminen)

St. Goar hat (hoffentlich) bald die Jugendherberge schön

Mitte Juni startet endlich die Sanierung der Jugendherberge in St. Goar. Das kündigte Stadtbürgermeister Horst Vogt bei einem Bürgerempfang in der Rheinfelshalle statt. Das Gebäude im Bismarckweg steht seit Jahren leer, ein scheinbar ewiges Ärgernis für die Stadt und ihre Bürger. Auf der Website des Jugendherbergswerks ist bereits zu sehen, wie es einmal aussehen soll. Demnach ist die Wiedereröffnungen für das kommende Jahr geplant. Die neue Jugendherberge umfasst 107 Betten. Rhein-Zeitung, diejugendherbergen.de (mit Visualisierung des Neubaus)

Notiz des Tages: Friederike Schikora lesen!

Meine frühere „RZ“-Kollegin Friederike „Fritzi“ Schikora bloggt seit einiger Zeit über Bacharach. Gerade sind 2 wunderbar Texte über die „Unnergass“ und über den „Ketzerstrand“ erschienen. Es lohnt sich immer, im Blog „Rund um Bacharach“ zu stöbern. Bitte mehr davon, liebe Friederike Schikora.

Foto des Tages: Ein Blick vom Bacharacher Posten

Videos auf Mittelrheingold

Es gibt eine YouTube-Playlist mit ausgewählten Videos über das Welterbe-Tal. Zu finden auf der Video-Seite von Mittelrheingold. Dort laufen auch Mittelrhein-Clips und -Reportagen des SWR aus der ARD-Mediathek. Die Liste wird fortlaufend erweitert. Mittelrhein-Fensehen gibt’s hier

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