Der Steinbruch neben Burg Sooneck gilt als Goldmine von Trechtingshausen. Er beschäftigt fast 40 Mitarbeiter und füllt in guten Jahren die Gewerbesteuerkasse. Die niederländischen Besitzer der „Hartsteinwerke Sooneck“ sind nicht nur beim Abbau clever, sie verstehen auch viel von Öffentlichkeitsarbeit. Die 2020 angekündigte Erweiterung um 10 Hektar wurde von einem professionellen PR-Feuerwerk begleitet. Neben Welterbeverträglichkeit stellte man auch eine touristische Nutzung des Geländes in Aussicht. Schwindelerregende Steinbruch-Touren sollten Touristen und Einheimische begeistern, so die Vision. Davon ist laut „AZ“ momentan keine Rede mehr. „Corona macht es schwierig, Dinge zu recherchieren“, zitiert die Zeitung Steinbruch-Chef Willem Douw. Man halte aber an der Idee fest, den aktiven „Steinbruch als speziellen Teil der Kulturlandschaft zeigen zu wollen“. Vorerst geht es eher um Kettensägen als um Kultur. Die ersten 6000 Quadratmeter Kahlschlag sind bereits bewilligt. Im Frühjahr soll es losgehen. Allgemeine Zeitung

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Blau / Rheinga-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

Blick auf Lorch und den Steinbruch schräg gegenüber. Foto: Jessica Blau / Rheinga-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

Privatisierungen in Lorch

Eine Stiftung und eine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft waren bislang die wichtigsten Vermieter in Lorch. Laut „Wiesbadener Kurier“ amtiert in beiden Institutionen der 2019 abgewählte Bürgermeister Jürgen Helbing als Vorstandsvorsitzender. Die Kassen scheinen ähnlich leer zu sein wie im Rathaus. Weil das Geld für dringend notwendige Sanierungen fehlt, muss der komplette Bestand verkauft werden. Insgesamt 75 Wohneinheiten wechseln den Besitzer, sie gehen an die private Immobilienfirma Amadeus Group aus Limburg. Für die Mieter ändere sich „fast nichts“, heißt es. Wiesbadener Kurier

(Hochwasser-)Foto des Tages

 

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