Die geplante Rheinvertiefung zwischen St. Goar und dem Rheingau kommt später und wird teurer. Weder der Termin 2030 noch das Budget von 60 Millionen Euro seien zu halten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. DPA beruft sich auf die zuständige Projektleiterin beim Wasser- und Schifffahrtsamt Rhein in Duisburg. Die Bundesbehörde will die Fahrrinne an 6 kritischen Punkten vertiefen, damit der Wasserstand durchgängig bei 2,10 Metern bleibt und auch in Trockenjahren Schiffe durchkommen. In den nächsten Wochen gehen die Wasserbauer im Tal auf Info-Tour. Es sind öffentliche Versammlungen und digitale Konferenzen für Anwohner und Medien geplant. Laut Behörde liegen 4 der 6 Engstellen im Welterbe-Tal: Am „Geisenrücken“ und im „Jungferngrund“ zwischen Loreley und Oberwesel, an Friedrich Bastians Bacharacher Insel Heylessen Werth und an der Lorcher Insel. Süddeutsche Zeitung, WSA Rhein (Infos zur „Abladeoptimierung Mittelrhein“) 

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Dicke Luft auf der Loreley

Die Rhein-Lahn-Ausgabe der „Rhein-Zeitung“ berichtet über Ärger zwischen dem Rheinischen Verein (RV) und Verbandsbürgermeister Mike Weiland. 2 Regionalorganisationen des Vereins haben sich gerade öffentlich gegen das geplante Großhotel „Slow Down Loreley“ ausgesprochen. Außerdem kritisieren sie Weilands Überlegungen zum früheren Turnerheim auf der Loreley. Der Bürgermeister der VG Loreley schließt einen Abriss des Gebäudes nicht aus, falls ein ähnlich aussehender Neubau deutlich günstiger käme. Weiland weist Vorwürfe zurück, er wolle den Bau leer stehen lassen. Beim Thema Loreley-Hotel verweist der Bürgermeister auf Äußerungen eines RV-Vorstandsmitgliedes, das an den Planungsrunden beteiligt war und den Bau nicht rundherum ablehnt. Rhein-Zeitung

Hindenburg bleibt in Bingen

Die Binger Hindenburganlage am Rheinufer behält ihren Namen. Ein Antrag der FDP auf Umbenennung in Hildegard-von-Bingen-Allee scheiterte im Kulturausschuss. Paul von Hindenburg gilt vielen Kommunen als Namensgeber untragbar, weil er als Reichspräsident 1933 Hitler zum Kanzler gemacht und die Diktatur der Nazis ermöglicht hatte. Bemerkenswert ist ein in der „AZ“ dokumentiertes Argument von SPD-Stadtrat Till Müller-Heidelberg: Hindenburg habe 1933 „lediglich nach der Verfassung gehandelt“. Tatsächlich unterschrieb Hindenburg 1933 nicht nur Hitlers Ernennung, sondern auch das Ermächtigungsgesetz, das die Verfassung de facto außer Kraft setzte. Hindenburg deckte bis zu seinem Tod 1934 den Nazi-Terror, obwohl er Hitler jederzeit hätte entlassen können. Allgemeine Zeitung

Zeitreise nach Trexico

Die TV-Zeitschrift „Prisma“ empfiehlt einen SWR-Film über Trechtingshausen aus dem Jahr 2019. Obwohl noch keine 2 Jahre alt, wirkt er 2021 wie aus einer anderen, besseren Welt. Typische Szene: Eine Seniorin wird vom „Viertälerbus“ daheim zum Einkaufen abgeholt und vom ehrenamtlichen Fahrer (Altbürgermeister Hans Willi Franceux) erstmal an der Haustür geknutscht. Dann sitzen 3 ältere Damen eng an eng und in bester Stimmung auf der Rückbank. Die Reportage entstand im Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Prisma

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