Redaktion

„Mit einem Akku unterm Hintern wird der Hunsrück zum Flachland“

Beim Thema Energiewende ist der Rhein-Hunsrück-Kreis schon lange Musterschüler, jetzt will er es auch bei der Verkehrswende werden. Spätestens 2040 soll es dort über 400 Kilometer ausgeschilderte Radwege geben, die laut „RZ“ alle wichtigen Orte miteinander verbinden. Dabei können u. a. bestehende Wirtschaftswege genutzt werden. Hügel und Berge sind schon jetzt keine Ausrede mehr, zumindest nicht für die steigende Zahl von E-Bike-Radlern. Oder wie es der CDU-Vorsitzende im Kreistag formuliert: „Mit einem Akku unterm Hintern wird der Hunsrück zum Flachland.“ Das gilt auch für den Aufstieg vom Rheintal auf die Höhen. Von der Zweirad-Vision proftieren auch die Stadt Boppard und die Verbandsgemeinde Mittelrhein-Hunsrück. Dort unterstützt man die Pläne auch aus touristischem Interesse: Fahrrad-Tourismus ist am Mittelrhein ein Wachstumsmarkt. Er wird durch das Deutschland-Ticket zusätzlich befeuert und dürfte auch bei der Buga eine große Rolle spielen. Allerdings ist noch einiges zu tun. Neben gut ausgeschilderten Radwegen braucht es größere Transportkapazitäten bei der Bahn und vor Ort mehr Ladestationen. Das Konzept für den Rhein-Hunsrück-Kreis kommt übrigens selbst aus dem Welterbetal – es stammt vom Bopparder Planungsbüro Stadt Land Plus. Rhein-Zeitung (€)
Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein

Bingen macht beim „KulturPass“ mit

Wer in diesem Jahr 18 wird, profitiert von einem 100-Millionen-Euro-Projekt des Bundes. Jede und jeder erhält einen „KulturPass“ im Wert von 200 Euro. Das Budget kann für Museen, Theater, Konzerte und andere Kulturangebote genutzt werden. Laut „AZ“ beteiligt sich auch die Stadt Bingen. Sie öffnet u. a. das „Museum am Strom“ für junge KulturPass-Inhaber. Das bundesweite Programm soll der Kulturszene helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Allgemeine Zeitung (€), KulturPass (Website der Bundesregierung)

Rheinfels Royal

Apropos Kultur und Öffentlichkeit: In St. Goar treibt Stadtbürgermeister Falko Hönisch die Vermarktung der Burg Rheinfels voran. Vergangene Woche stellte er das 3D-Modell der Burg vor, das in Teilen auch online zu sehen sein wird. Am 18. Juni startet im „Großen Keller“ außerdem ein neues Event, die „Königliche Weinprobe“ mit Georg Friedrich Prinz von Preußen und dessen Frau Sophie. Die beiden Blaublüter sollen dabei einen „Prinzenwein 2023“ und einen „Prinzessinnenwein 2023“ prämieren. Laut Stadt St. Goar kostet das Ticket 38 Euro, der Erlös geht an die Rheinfels-Schule in St. Goar . Rhein-Zeitung (€, 3D-Modell), Stadt St. Goar

Foto des Tages

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1 Gedanke zu „„Mit einem Akku unterm Hintern wird der Hunsrück zum Flachland““

  1. Radwege:
    Zwischen Boppard und Oberwesel gibt es aktuell keinen ausgeschilderten Weg vom Rhein auf die Höhe, da ist dringen ein Lückenschluss nötig.
    Ich wünsche mir, was ich auch beim Planungsverfahren angegeben habe, dass die Radwegebeschilderung nicht ausschließlich nach touristischen Maßgaben erfolgt. Viele Radwege erschweren dadurch, dass sie grundsätzlich über den Marktplatz jedes noch so kleinen Ortes führen, den Verkehrsfluss. Außerdem wird oft nur die jeweilige Themenroute und der unmittelbare Nachbarort ausgeschildert, das ist nicht hilfreich für Leute auf der Durchreise, man stelle sich vor, auf der A61 stünde nicht zumindest die grobe Richtungsangabe „Richtung Koblenz“ bzw. „Richtung Ludwigshafen“, man müsste jede Zwischenstation kennen, um sich für die richtige Richtung zu entscheiden.
    Außerdem hängen die Radwegschilder grundsätzlich sehr hoch, d.h. außerhalb des Lichtkegels einer korrekt und verkehrssicher eingestellten Beleuchtungsanlage. Manche Zeitgenossen lösen das Problem, nachts keine Schilder lesen zu können, mit einer Stirnlampe, das kann aber nicht die Lösung sein. Entweder sind die Schilder so anzubringen, dass sie im Lichtkegel auftauchen, oder die Schilder müssen selbst beleuchtet sein. Hinzu kommt, dass die Schrift auf den Schildern klein ist, wenn das Ziel ist, E-Bike-Radler anzulocken, sollte man über größere Schilder nachdenken, damit man nicht jedes mal von 25km/h auf 12km/h herunterbremsen muss, um Schilder lesen zu können.
    Grundsätzlich ist es aber sinnvoll, das Radwegenetz auszubauen.

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