Im Frühjahr 2019 soll der neue Landschaftspark auf der Loreley eröffnen. Allerdings könnten die Besucher dann auf dem Trockenen sitzen. Laut „RZ“ droht „gastronomische Unterversorgung“, denn der Pächter des Bistros im Besucherzentrum hat zum 31. Oktober gekündigt.

Die Loreley ragt 132 Meter über dem Rhein auf. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / I. Klee

Die Loreley ragt 132 Meter über dem Rhein auf. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / I. Klee

Jetzt sucht die Verbandsgemeinde Loreley nach Ersatz. Die Situation ist unübersichtlich: Wegen des anstehenden Umbaus im so genannten „2. Bauabschnitt“ ist der Bistro-Standort nur eine Übergangslösung. Das neue Loreley-Konzept sieht die frühere Jugendherberge als Eingangsgebäude mit Tourismus-Info und Gastronomie vor. Die ist aber gerade erst von der Verbandsgemeinde gekauft worden. Ihr Umbau wird sich länger hinziehen. 1,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Insgesamt soll der 2. Bauabschnitt rund 5 Millionen Euro kosten. Die gute Nachricht ist: Es gibt noch den Biergarten an der Freilichtbühne. Rhein-Zeitung, loreley-biergarten.de

Hier noch einmal der Drohnenflug über die Großbaustelle (Mai 2018):

Ein neuer Turm auf dem „Spitzen Stein“

Der Ausichtsturm „Spitzer Stein“ zwischen St. Goar, Urbar und Niederburg bot einen unvergleichlichen Blick auf das Rheintal und den Taunus (in Richtung Hunsrück irgendwann aber auch auf ca. 70 Windräder). Im April musste die marode Holzkonstruktion abgerissen werden. Nun hat der engagierte Mittelrhein-Architekt Hubertus Jäckel auf eigene Kosten einen Neubau entworfen. Wenn die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel zustimmt und es keine Welterbe-Bedenken gibt, könnte der neue stählerne Turm mit 21 Metern noch höher als der hölzerne Vorgängerbau ausfallen. Jäckel möchte beim Turmbau auch an die Geschichte des Ortes anknüpfen. Zur Zeit Napoleons stand am „Spitzen Stein“ ein so genannter optischer Telegraf. Damit konnten Nachrichten über große Entfernungen übermittelt werden. Rhein-Zeitung, Rheintour-Blog (Besuch auf dem Spitzen Stein kurz vor dem Abriss des alten Turms)Wikipedia (über optische Telegrafen)

Es gibt mehr Touristen am Rhein

Der Tourismus im Rheintal wächst. Das Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz verzeichnete für die Monate Januar bis April exakt 280.209 Gäste und 599.588 Übernachtungen. Die Gästezahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent, die Übernachtungen sogar um 5,2 Prozent. Für die Entwicklung im Oberen Mittelrheintal ist das aber nur ein Anhaltspunkt. Die Rheinland-Pfalz-Statistik zählt nämlich auch das Untere Mittelrheintal dazu, nicht aber die hessischen Mittelrhein-Städte Rüdesheim und Lorch.Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz

Bauen in Bingen

Aus Münchner Sicht sind die Mietpreise am Mittelrhein immer noch paradiesisch niedrig. Aber es gibt Ausnahmen. In Bingen etwa ist die Nähe zum Rhein-Main-Gebiert schon deutlich zu spüren. Über 1000 Euro Kaltmiete für eine gut ausgestattete 3-Zimmer-Wohnung sind möglich. Die Landesregierung in Mainz hat Bingen darum auf eine Liste mit insgesamt 17 Kommunen gesetzt, die künftig mehr Fördermittel für sozialen Wohnungsbau bekommen sollen. Stromabwärts gehören auch die Stadt Koblenz und die Verbandsgemeinde Bad Breisig dazu. Laut Binger SPD sind die Mieten in der Stadt in den vergangenen 5 Jahren um 30 Prozent gestiegen. Allgemeine ZeitungRhein-Zeitung, Pressemitteilung des Finanzministeriums

In Boppard liegen Bäder und Nerven blank

Die Bürgerinitiative „Boppard braucht wieder sein Freibad“ erhöht den Druck auf Bürgermeister Walter Bersch. In der heutigen „RZ“ listet sie die Versäumnisse der Stadtverwaltung und die bisher entstandenen Kosten auf. Trotz 142.000 Euro für Gutachter und 1,8 Millionen Euro für die Planung bewegt sich bei der Sanierung der Bopparder Bäder wenig. Bersch werden in der Schwimmbadfrage regelmäßig Unwillen und Untätigkeit vorgeworfen. Der Bürgermeister selbst hatte zuletzt in Aussicht gestellt, das Freibad im kommenden Jahr zu eröffnen. Ein Foto von „RZ“-Redakteurin Suzanne Breitbach zeigt dagegen eine Ruine. Bildunterschrift: „Die Natur erobert sich das Freibadgelände in Boppard-Buchenau zurück.“ Rhein-Zeitung

Rock auf dem Rochusberg

Die Binger Festival-Saison geht weiter: Nach „Bingen swingt“ in der Innenstadt dröhnen ab Donnerstag die Bässe auf dem Rochusberg. Das „Binger Open Air“ dauert bis Samstag. In der „AZ“ gibt es eine Vorschau und ein Interview von Sören Heim mit den beiden langjährigen Organisatoren Stefan Müller und Jens Voll. Demnach startete das Festival Ende der 80er Jahre gegen den Widerstand des damaligen Binger Oberbürgermeisters Erich NaujackAllgemeine Zeitung (Vorschau), Allgemeine Zeitung (Interview), boaf.de (Website des Festivals), Mittelrheingold (mehr Mittelrhein-Termine)

Termin des Tages

Bingen – „The Party“ im Programmkino KiKuBi – 26. Juni, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

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