Die Mittelrhein-Branche Nr. 1 kämpft jetzt auch öffentlich um ihre Exstenz. Am Deutschen Eck in Koblenz und in der Rüdesheiner Drosselgasse erinnern am Freitag leere Stühle und Tische an die Corona-Krise der Gastronomie. Anders als die Einzelhändler dürfen die Wirte weiterhin nicht öffnen. Selbst eine Mehrwertsteuersenkung hilft ihnen nichts, wenn sie keinen Umsatz machen. Bei der Aktion in Koblenz ist der Bopparder Hotelier Marek Gawel an vorderster Front dabei.  „Aus gesundheitlicher Sicht können alle Gastronomen die Maßnahmen der Regierung nachvollziehen“, zitiert ihn die „Rhein-Zeitung“.  Unverständlich sei aber, „warum für jede Branche unterschiedliche Maßstäbe angesetzt werden“. Das Gastgewerbe scheine  „von der Politik vergessen worden zu sein“.  Gawel ist Juniorchef des Bopparder Luxushotels „Bellevue“ und hat erst vor wenigen Monaten das nahe gelegene Hotel Ebertor übernommen. Rhein-Zeitung (Boppard), SWR, Radio FFH (Rüdesheim)

Deutsches Eck in Kobelnz. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Deutsches Eck in Kobelnz. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Geheimnisvolles Oberwesel

Die „Rhein-Zeitung“ gehört normalerweise nicht zu den schärfsten Kritikern  Oberweseler Kommunalgrößen. Vor allem der langjährige Verbandsbürgermeister Thomas Bungert durfte fast immer mit gnädiger Berichterstattung rechnen. Beim Thema Krankenhaus zeigt sich aber auch die „RZ“ irritiert. Die erste Stadtratssitzung in diesem Jahr soll am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden; auch eine Video-Fragestunde für Bürger ist nicht vorgesehen. „Das zeugt von wenig Sensibilität mit Blick auf die zahlreichen Menschen, die im vergangenen Jahr für den Erhalt der Loreley-Kliniken auf die Straße gegangen sind“, kommentiert „RZ“-Redakteurin Denise Bergfeld. Stadtbürgermeister Marius Stiehl beruft sich auf Geheimhaltungspflichten. Er hatte vor 2 Wochen ohne Stadtratsbeschluss die Schließung der Loreley-Kliniken ermöglicht, nachdem er noch im November öffentlich für die Kommunalisierung eingetreten war. Ein Facebook-Video der Bürgerinitiative „Loreley-Kliniken müssen bleiben“ zeigt ihn mit Redebeiträgen wie „Krankenhäuser zu schließen, das wird nicht funktionieren“ und „Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass wir als Kommunen diese beiden Häuser weiterführen.“ Unterdessen gibt es auch Binger Krankenhaus Probleme. Corona-Maßnahmen bringen die Klinik an den Rand des Ruins; Oberbürgermeister Thomas Feser hat den Bundesgesundheitsminister um Hilfe gebeten. Rhein-Zeitung (Oberwesel), Facebook (Stiehl-Rede ab Minute 45), Allgemeine Zeitung (Bingen)

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