Rüdesheim bleibt noch längere Zeit ohne Jugendherberge. Wegen fehlender Einnahmen in der Corona-Krise kann sich das Deutsche  Jugendherbergswerk (DJH) keinen Neubau leisten. Eigentlich sollte das marode Gästehaus in den Weinbergen abgerissen und durch einen modernes Gebäude ersetzt werden. Die Rüdesheimer Jugendherberge ist seit 2019 geschlossen, eine Sanierung gilt als unbezahlbar, ein Antrag auf Denkmalschutz scheiterte. Laut „Wiesbadener Kurier“ wartet das Jugendherbergswerk jetzt auf bessere Zeiten. Die Immobilie mit Panoramablick will man trotz der aktuellen Finanzprobleme nicht hergeben. „Ein so tolles Grundstück werden wir nicht veräußern, das möchten wir selbst nutzen“, zitiert die Zeitung DJH-Landeschef Timo Neumann. Apropos tolles Grundstück und leere Kassen: Gegenüber auf der Binger Seite wird im Spätsommer eine weitere Ausnahmeimmobilie frei: Das Oblatenkloster am Rochusberg löst sich mangels Nachwuchs auf, momentan leben dort nur noch 2 Padres. Das Gebäude fällt an Bingens katholischen Kirchengemeinde zurück, die schon jetzt nicht weiß, wie sie ihre historischen Liegenschaften unterhalten soll und eine Million für die Sanierung der Basilika braucht. Von einem Verkauf will Pfarrer Markus Lerchl trotzdem nichts wissen. Wiesbadener Kurier (€), Allgemeine Zeitung (€)

Die Rüdesheimer Jugendherberge stammt aus den 20er Jahren. Foto: Wikipedia / Creative Commons / Marion Jüngst

Die Rüdesheimer Jugendherberge stammt aus den 20er Jahren. Foto: Wikipedia / Creative Commons / Marion Jüngst

Lahnstein macht auf

Unter Oberbürgermeister Peter Labonte gehörte die Lahnsteiner Verwaltung zum Team (Über-)Vorsicht. Im Herbst hatte man sämtliche städtischen Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit abgesagt und das Theater geschlossen. Der neue OB Lennart Siefert will den Lahnsteiner Sonderweg beenden und sich an den Corona-Regeln des Landes Rheinland-Pfalz orientieren. Kommende Woche öffnet das Jugendkulturzentrum wieder und im März geht es im Theater weiter. Stadt Lahnstein

Der Sound von St. Goarshausen

Frank Reichert ist am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen eine Institution. Der Musiklehrer betreut die schuleigene Big Band seit ihrer Gründung 1992 (!). Zum Jubiläum gibt es im Mai ein Konzert in bester Mittelrhein-Lage auf der Loreley-Freilichtbühne. Rhein-Zeitung (€)

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