Gut, ein Silicon Valley wird das Mittelrheintal in diesem Jahrtausend wohl nicht mehr. Aber Vordenker wie der Oberweseler E-Commerce-Profi Franziskus Weinert haben eine realistische Vision: Wenn die Digitalisierung immer weniger Vor-Ort-Präsenz in überteuerten Metropolen erfordert, werden Regionen wie der Obere Mittelrhein attraktiv für Unternehmensgründer und ortsunabhängige Dienstleister. Wenn es gut läuft – und die Kommunen mitziehen – kann ein neuer Mittelstand entstehen, der den Schwund an Gewerbebetrieben aufhält und im Idealfall junge Familien ins Tal bringt. Noch ist die Zahl der Mittelrhein-Startups überschaubar, aber es gibt sie an beiden Flussufern. Ein Beispiel ist der Online-Shop von Birgit Block im Rüdesheimer Stadtteil Aulhausen. Die Weinexpertin hat pinotpinot.de gegründet, einen Spezialversand für Spätburgunder. Im kommenden Jahr soll eine (Rot-)Weinschule dazukommen. Das Angebot umfasst Rote aus unterschiedlichen deutschen Anbaugebieten. Das Welterbetal ist mit Spätburgunder aus Assmannshausen und Rüdesheim vertreten, darunter mit Weinen der Gründerin selbst: Block bewirtschaftet gemeinsam mit Steillagen-Fan Henning Brömser Weinberge in den Lagen Rüdesheimer Klosterberg und im Assmannshäuser Losberg. Wiesbadener Kurier, Pinotpinot

Rotweinparadies am Mittelrhein: Blick auf Assmannshausen. Foto: Rüdesheim Touristik / Karlheinz Walter

Gute Mittelrhein-Projekte gesucht

Apropos Dinge anpacken: LEADER, ein Förderprogramm der EU, unterstützt im Oberen Mittelrheintal gute Idee und Projekte. Gerade läuft die nächste Bewerbungsrunde. Wer noch keinen fix und fertigen Plan im Kopf hat, kann sich von der zuständigen „Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Oberes Mittelrheintal“ beraten lassen. Wichtig ist, dass die Projekte auf eines der folgenden Ziele einzahlen:

Lebenswerte Siedlungsstrukturen am Mittelrhein

Zukunftsfähige Tourismus- und Wirtschaftsstrukturen

Erhalt und nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal

Wir sind Welterbe! Gesellschaft und Gemeinschaft im Unesco-Welterbegebiet

Mehr Infos gibt es auf der Website des Zweckverbandes Welterbe. Dort steht auch, welche Projekte bisher gefördert wurden, darunter die „Märchenhafte Weihnachtsburg“ Rheinstein, Marketing für die Mittelrheinkirsche und das Bopparder „Gardinenmobil“. Zweckverband Welterbe

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