Der geplante Industriehafen bei Bad Salzig wird zum juristischen Streitfall. Der Bopparder Stadtrat lässt einen Rechtsanwalt klären, ob die bundeseigene Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung eigenmächtig und ohne Planfeststellungsverfahren insgesamt 47 neue Anlegepflöcke – so genannte Dalben – ans Ufer rammen und ein System von Landungsstegen installieren darf. Die Bürgerinitiative #gegenreede2.0 befürchtet die Verschandelung des Rheinufers und hat bisher über 1000 Unterschriften gesammelt. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hat sich nicht nur in Boppard unbeliebt gemacht. In Bacharach ist man entsetzt, weil die Behörde dort eine brachiale Rhein-Regulierung plant. Rhein-Zeitung, Gegenreede2.0, Mittelrheingold (Bacharach)

Geplante Industrie-Reede bei Bad Salzig. Visualisierung: BI "Gegenreede 2.0"

Geplante Industrie-Reede bei Bad Salzig. Visualisierung: BI „Gegenreede 2.0“

Rüdesheim und der Platz an der Sonne

Architektonisch macht der Rüdesheimer Höhenort Presberg nicht viel her. Aber der Weg aus dem Rheintal auf über 400 Meter Höhe hat etwas von Hochschwarzwald, und oben angekommen ist die Aussicht über Rheingau und Taunus  grandios. Windräder gibt es hier nicht, aber jetzt  könnte ein anderes Projekt der Energiewende nach Presberg kommen. Laut „Wiesbadener Kurier“ denkt das Karlsruher Unternehmen Altus AG über Sonnenkollektoren auf Presberger Äcker und Wiesen nach. Bis zu 25 Hektar – etwa 25 Fußballfelder – wären denkbar. Die ersten Flächen soll Altus schon gekauft haben. Die Solarfelder könnten bis zu 8.500 Haushalte mit Strom versorgen. Die Stadt Rüdesheim müsste allerdings zustimmen und Natur- und Landwirtschaftsflächen zur industriellen Nutzung freigeben. Geld könnte nachhelfen: Für Rüdesheim wären bis zu 60.000 Euro Umsatzbeteiligung jährlich drin. Wiesbadener Kurier, Altus AG

Boppards Mann fürs gute Klima

Apropos Energiewende. In der Bopparder Verwaltung gibt es zum ersten Mal einen Klimaschutz-Manager. Dominik Nachtsheim, 29, hat ein Ingenieurstudium an der TU Kaiserslautern absolviert und klärt jetzt, was in der Stadt klimafreundlicher laufen könnte. Die Stelle ist zunächst für 2 Jahre befristet. Rhein-Zeitung

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