Das Ensemble rund um die Oberweseler Martinskirche gehört zu den schönsten Plätzen am Mittelrhein. Das Problem ist: Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert wird eigentlich nicht mehr gebraucht und auch das nahegelegene katholische Jugendheim sieht zwar wunderbar aus, kostet aber nur Geld. Laut „RZ“ will die katholische Kirchengemeinde das Haus und ein weiteres Gebäude loswerden und es an die Stadt verschenken. Das Jugendheim soll in zu einem kommunalen Mehrzweckgebäude umgebaut werden. Allerdings sind die Folgekosten so unklar, dass im ansonsten eher harmoniebedürftigen Stadtrat Widerstand aufflammte. Grüne, SPD und Freie Wähler wollen dem geschenkten Gaul vorher noch ins Maul schauen, aber die CDU setzte sich mit ihrer Mehrheit durch. Mit einem Argument von Fraktionschef Jan Zimmer, das nur beim Kampf um des Krankenhauses nicht galt: „Wir müssen als Politiker auch den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, bei denen wir nicht auf Heller und Pfennig wissen, was es kosten wird.“ Rhein-Zeitung

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Oberwesel und die „Weiße Kirche“ auf dem Martinsberg. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Ein neuer Mittelrhein-Fan aus Tötensen

Noch ist nicht klar, wann die neuen Casting-Episoden von „Deutschland sucht den Superstar“ ausgestrahlt werden, aber es sieht nach Mittelrhein-Werbung zur besten Sendezeit aus. Laut Medien-Fachmagazin DWDL war Chef-Juror Dieter Bohlen von der Casting-Kreuzfahrt im Welterbe-Tal restlos begeistert. „Hier ist die Welt noch in Ordnung“, zitiert ihn das Blatt. Seine Frau habe er gefragt, „warum sie nicht hier, im schönen Mittelrheintal, wohnen.“  Bohlen lebt in Tötensen südlich von Hamburg. DWL

Corona-Tourismus: Die erste Bilanz

Das rheinland-pfälzische Statistische Landesamt hat das Corona-Loch vermessen. Demnach lief der Rheintal-Tourismus im Juli nicht berauschend, aber deutlich besser als in anderen Regionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Gästezahlen um 7,9 Prozent zurück, und es gab 9,8 Prozent weniger Übernachtungen. Die meisten anderen Tourismus-Landschaften meldeten dagegen zweistellige Einbrüche. Besonders heftig traf es Rheinhessen mit einem Gäste-Minus von rund 34 Prozent. An der Mosel lief es dagegen noch besser als im Vorjahr. Campingplätze und Ferienwohnungen waren besonders gefragt. Die Statistik bildet aber nur einen Teil des Welterbe-Tals ab. Unter „Rheintal“ verstehen die Statistiker den rheinland-pfälzischen Mittelrhein bis zur NRW-Landesgrenze. Bingen und der hessische Rheingau mit Rüdesheim und Lorch sind nicht berücksichtigt. statistik.rlp.de

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