Nach dem umstrittenen Kahlschlag am Kauber Kirchplatz hat sich die Stadtverwaltung geäußert. Falls Sie sich fragen, was die Kauber Stadtverwaltung ist: Sie besteht aus dem ehrenamtliche Stadtbürgermeister Martin Buschfort und seinen ebenfalls ehrenamtlichen Beigeordneten, von denen aber niemand namentlich erwähnt ist. In ihrer Stellungnahme begründet die Stadtverwaltung die Abholzung zweier 150 Jahre alter Linden mit „zunehmenden Schäden an Gebäuden, Abwasserkanälen und der Pflasterung des Kirchplatzes.“ Vor allem „das sich immer wieder hebende Pflaster“ sei eine „beständige Gefahr für die der Stadt obliegenden Verkehrssicherheit“ gewesen. Krank waren die Bäume offenbar nicht. Bürgermeister Buschford hatte am Freitag die Baumfäller kommen lassen, ohne die reguläre Stadtratssitzung abzuwarten. Laut Stadtverwaltung waren die Mitglieder des Kommunalparlaments aber per Video-Schalte informiert. Stadtrat Steven Kilp bestreitet das, er hat nach eigenen Angaben keine Einladung erhalten. Buschfort und seine Beigeordneten wollen den baumfreien Platz jetzt neu gestalten lassen. Es soll auch wieder Bäume geben, man weiß nur noch nicht, welche, wo und wann. Das Stammholz der beiden alten Linden wird laut Stadtverwaltung „der Bevölkerung kostenlos als Andenken oder zur Brennholzgewinnung zur Verfügung gestellt“.  Meldungen sind bis zum 20. Februar per Telefon (06774 222) oder Mail (stadt.kaub@t-online.de) möglich.  O-Ton: „Danach werden wir das Holz gerecht zuteilen.“ Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier

Steinreiches Kaub: Schon bei der Neugestaltung rund ums Blücherdenkmal setzte die Stadt eher auf Platten als auf Grünes.

Steinreiches Kaub: Schon bei der Neugestaltung rund ums Blücherdenkmal waren Bäume nicht sehr gefragt. Foto: Henry Tornow

Der Papa zahlt’s

Das Binger Design-Hotel „Papa Rhein“ kommt nach Verstößen gegen die Baugenehmigung mit einer Geldbuße davon. Laut „AZ“ könnte die Stadt bis zu 50.000 Euro aufgebrummt haben, vor allem, weil Hotelier Jan Bolland ein zusätzliches Restaurant („Lido“) im obersten Stock eingebaut hatte. Bollands Eigenmächtigkeit hatte in Bingen für böses Blut gesorgt, weil private Bauherren in vermeintlich harmloseren Fällen zum Abriss nicht genehmigter Dachgauben gezwungen worden waren. Die Stadt begründet ihre Entscheidung mit baurechtlichen Unterschieden. Die Gauben-Fans hätten nicht nur gegen die Baugenehmigung, sondern gegen den kompletten Bebauungsplan verstoßen. Allgemeine Zeitung

Die B9 als Baustelle

Bis zur Buga 2029 müssen Mittelrheiner tapfer sein, denn vorher ist noch eine Menge zu bauen und zu sanieren. Zum Beispiel die linksrheinische Bundesstraße zwischen Bingerbrück und Oberwesel. Die „AZ“ listet auf, was kommt:

  • Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten an der B9 zwischen Bacharach und der Grube Rhein. (4,8 Mio Euro)
  • Frühestens 2023 geht es zwischen Burg Sooneck und Trechtingshausen los (3,9 Mio Euro)
  • Und dann wäre da noch die eigentlich schon sanierte Strecke zwischen Trechtingshausen und Bingerbrück. Dort ist die neue Straßendecke mangelhaft ist darum noch nicht bezahlt.

Allgemeine Zeitung (€)

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