Frank Zimmer

Kettensägen in Kaub und Luxussanierung in Bingen

Die ‚ältesten Bewohner von Kaub“ nennt Stadtratsmitglied Steven Kilp die beiden Linden, die bis Freitag auf dem dortigen Kirchplatz standen. Nach einem umstrittenen Eilbeschluss des Kauber Stadtparlaments wurden die rund 150 Jahre alten Riesen abgesägt. Kilp ist entsetzt. „Diese Bäume haben Generationen von Mitbürgerinnen und Mitbürger durch ihr Leben begleitet, viele verbinden so viele Erinnerungen an sie, auf dem Platz wo sie standen wurden Feste gefeiert, Theaterstücke gespielt, Hochzeiten gefeiert und vieles mehr“, schreibt er auf Facebook. Laut Stadtverwaltung waren die Linden krank und die Kettensäge alternativlos. Kilp, gelernter Winzer, glaubt nicht daran und wundert sich über die Eile, mit der der Beschluss gefasst und umgesetzt wurde. Eigentlich sollte erst in der Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch (9. Februar) entschieden werden. Dort dürfte es jetzt hoch hergehen. Bürgermeister Martin Buschfort hat unterdessen eine „ausführliche Stellungnahme“ angekündigt. Facebook, E-Mail von Martin Buschfort

Der Kauber Stadtrat Steven Kilp fotografierte die Baumfällaktion am Freitag.

Adieu, Tristesse

Am Binger Fruchtmarkt ist noch eine Menge zu tun, aber das Schlimmste scheint wegsaniert Das barocke „Struth-Haus“ ist endlich runderneuert und bietet Platz für 6 – O-Ton Projektentwickler – „hochwertige Mietwohnungen“. Nebenan entsteht ein Neubau für die Sparkasse Rhein-Nahe. Dort gammelte zuvor eine stillgelegte Tankstelle vor sich hin. In der „AZ“ berichtet Christine Tscherner über den Stand der Dinge. Allgemeine Zeitung (€), Molitor-Immobilien („Barockhaus“-Vermarktung)

Foto des Tages

 

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Ein Beitrag geteilt von Monika Meyer (@monimeyerhe)

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