Privater Wohnsitz, staatliches Museum oder Gastronomie: Mehr Möglichkeiten für Mittelrhein-Burgen gab es bis in die 70er Jahre hinein nicht. Dann kam Familie Hecher. Die neuen Besitzer von Burg Rheinstein entwickelten ein Betriebsmodell, das im Tal immer noch einmalig ist, einen Mix aus historisch-authentischem Erlebnisort und kitschfreier Event-Location, finanziert durch Eintrittsgelder und unterstützt durch einen gemeinnützigen Verein. Das Modell Rheinstein lebt vom Wandel. Zum Museum kam die Gastronomie mit Rheinblick, später noch Ferienwohnungen und Romantikpakete für Hochzeitsgesellschaften. Jetzt könnte auf der Burg die nächste Marketing-Stufe zünden. Laut „AZ“ denken Burgchef Markus Hecher und sein Sohn Marco (seit 2021 auch auf Burg Sooneck aktiv) an ein Gaming-Angebot mit Anklängen an urbane „Escape Rooms“. Vor allem jüngere Gästegruppen könnten die Burg und ihre bewegte Geschichte in der Art einer modernen Schnitzeljagd erkunden und dabei Räume betreten, die ansonsten verschlossen sind. Das Konzept stammt von Kulturwissenschaftlerin Jule Maßmig. Hecher könnte sich das Rheinstein-Spiel vor allen in den Wintermonaten vorstellen.  Allgemeine Zeitung (€)

Burg Rheinstein bei Nacht.

Burg Rheinstein bei Nacht. Foto: Rüdesheim-Tourismus / Marlies Steinmetz

Bombenalarm in Assmannshausen

Rund 30 Anwohner mussten am Dienstag in Assmannshausen evakuiert werden, nachdem Bauarbeiter auf Überreste einer Weltkriegsbombe gestoßen waren. Die Bahnstrecke zwischen Rüdesheim und Lorch wurde gesperrt. Zum Glück konnte der Kampfmittelräumdienst schnell Entwarnung geben: Von der 50-Kilo-Bombe existierte nur noch die rostige Hülse. Stern

Digitalspritze für Boppard

Das Land Rheinland-Pfalz zahlt 8,6 Millionen Euro für die Digitalisierung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GKM). Zur kommunalen Klinikgruppe mit Sitz in Koblenz gehört auch das Bopparder Krankenhaus. Das Geld aus dem so genannten Krankenhauszukunftsfonds fließt u. a. in elektronische Dokumentationssysteme und den Ausbau eines Patientenportals. Blick Aktuell

Alles analog

Apropos Digitalisierungsdefizite: In der VG Loreley wird der Verbandsgemeinderat nicht mehr online tagen. Laut „RZ“ bestehen einige Mitglieder auf Präsenzsitzungen, obwohl die Anreise bis zu einer halben Stunde dauern kann. Rhein-Zeitung (€)

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