Wann die Mittelrheinbrücke kommt, steht noch in den Sternen. Manche glauben, sie wird nie gebaut. Aber wenn es nach Volker Boch geht, führt im Buga-Jahr 2029 zumindest eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Fluss. Der unabhängige Kandidat für den Landratsposten im Rhein-Hunsrück-Kreis hat den Entwurf zweier Ingenieurbüros präsentiert. Die  „Rad- und Fußgängerbrücke Loreley“ würde die Hafenmole in St. Goarshausen mit dem gegenüberliegenden Ufer in Höhe des Campingplatzes verbinden. Sie wäre 250 Meter lang und mit Rücksicht auf die Containerschiffe 25 Meter hoch. Boch spricht ausdrücklich von einer „temporären“ Brücke aus Holz oder Metall. Sie könnte nach der Bundesgartenschau oder bis zur Eröffnung einer Autobrücke in den 30er Jahren wieder abmontiert werden. Stromaufwärts in Bingen gibt es schon länger die Idee einer Radler- und Fußgängerbrücke. Hier trommeln Stefan Schweitzer und seine Initiative „Grüne Welle“ für eine dauerhafte Querung zwischen Rheingau und Rheinhessen. Die Städte Bingen und Rüdesheim unterstützen das Projekt und haben insgesamt 45.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie bereitgestellt. Fahrradbrücken lassen sich nicht nur schneller planen und bauen. Über die EU sind sie auch leichter zu finanzieren. Rhein-Zeitung (Loreley, €), Allgemeine Zeitung (Bingen-Rüdesheim, €)

Geplante Fahrradbrücke an der Loreley.

Entwurf / Visualisierung: Dr Siekmann Partner. Verheyen Ingenieure

Alles grün bei der Buga

Apropos Buga 2029: Die Bundesgartenschau war zu Jahresbeginn überregionales Medienthema. Die Deutschen Presse-Agentur hat mit Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle und seinem Pressechef Andreas Jöckel gesprochen. Demnach liegt das Großprojekt voll im Zeitplan. In diesem Jahr laufen die Gestaltungswettbewerbe, dann wird über die Umsetzung entschieden und 2025 beginnen die Bauarbeiten. Der dpa-Artikel ist u.a. in der Online-Ausgabe der „Zeit“ erschienen. Zeit Online

Bürgermeister gesucht

3 wichtige Wahlen stehen 2022 im Oberen Mittelrheintal an. Am 16. Januar geht es um die Nachfolge von Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr, am 13. März um den neuen Landrat des Rhein-Lahn-Kreises und an einem noch nicht bestimmten Sonntag im Herbst um den Bürgermeisterjob der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Dort wird VG-Chef Karl Thorn aus Altersgründen nicht mehr antreten. Zur Verbandsgemeinde gehören u. a. Bacharach, Oberdiebach, Manubach, Ober- und Niederheimbach, Trechtingshausen und last but not least Breitscheid, die kleinste Ortsgemeinde im Kreis Mainz-Bingen.  Allgemeine Zeitung (€)

Glück auf, Kaub

Man sieht es Kaub heute nicht mehr an, aber die kleinste Stadt am Mittelrhein war im Schieferbergbau einmal ganz groß. 1980 schloss die letzte Grube in der Umgebung und eine lange Geschichte geriet beinahe in Vergessenheit. Laut „Wiesbadener Kurier“ soll sich das ändern. Der neu gegründete Verein „Kauber Schiefer“ plant die Eröffnung eines Bergbau-Museums in der Metzgergasse. Mitgründer von „Kauber Schiefer“ ist Willi Geller, einer der letzten Bergleute von Kaub. Wiesbadener Kurier (€)

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