Abgesehen von Koblenz ist Bingen die größte Stadt im Welterbe-Gebiet – und die einzige mit privatem Sicherheitsdienst in der Innenstadt. Seit Anfang April patroullieren Mitarbeiter der Firma SES durch die Fußgängerzone, um vor allem am City Center für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Sie unterstützen das städtische Ordnungsamt, das Pöbeleien und Betrunkene allein nicht mehr in den Griff bekam. Laut „AZ“ ist die Aktion ein voller Erfolg. „Die Beschwerden sind stark zurückgegangen und Massenaufläufe wie in der Vergangenheit kommen nicht mehr vor“ zitiert die Zeitung Bingens Bürgermeister Ulrich Mönch. Es sei „ein anderer Platz geworden“, sagt Rino Zava vom Eiscafés Rialto.

Foto: Touristik Bingen am Rhein

Die Kooperation Ordnungsamt und Security ist zunächst nur für ein halbes Jahr angelegt, könnte aber verlängert werden. Wie groß das Problem war, zeigt die im März beschlossene städtische „Gefahrenabwehrverordnung“. Verboten sind demnach  „Anpöbeln, Johlen, Schreien, Lärmen, Liegenlassen von Flaschen und ähnlichen Behältnissen, Notdurft verrichten, Erbrechen, Behindern des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs oder Beschimpfen“.  Allgemeine Zeitung

„Jetzt zugreifen“ in Oberwesel

„Du wolltest immer schon eine Bar aufmachen? Hier ist die Gelegenheit in einem Ort mit 150.000 Übernachtungen pro Jahr. Mitten in der Stadt in einem Haus von 1900 mit großem Keller und großer Terrasse. Jetzt zugreifen“. So wirbt der Oberweseler Gewerbeverein auf Facebook um neue Mittelrhein-Gastronomen. Hinter dem clever formulierten Post steckt eine Immobilienanzeige für den ehemaligen Gasthof „Zum Grünen Kranz“ in der Liebfrauenstraße. Vermietet werden 175 Quadratmeter Nutzfläche inklusive 80 Quadratmeter Terrasse. Die Räume wären ab sofort frei. Facebook (Oberweseler Gewerbeverein), oberwesel.de (Immobilienbörse)

Die Winzer brauchen eine neue Luftwaffe

Zu laut, zu teuer, zu ungenau: Der Spritzhubschrauber könnte schon in wenigen Jahren ein Auslaufmodell sein. Eine SWR-Reportage aus dem Ahrtal zeigt, was auch auf den Mittelrhein zukommt. Die Winzer dort wenden sich allmählich von der Hubschrauberspritzung ab. In den Steillagen im Rheingau wird bereits mit Drohnen experimentiert. Im Juni startete eine Kooperation der Hochschule Geisenheim mit den Hessischen Staatsweingütern. SWR (Video), Mittelrheingold (Hessische Steillagen-Allianz), YouTube (Hubschrauberflug der damaligen Burgenbloggerin Jessica Schober 2015)

Die Meuchel-Mönche von Lahnstein

Auch wenn die Städtische Bühne Lahnstein nicht das Burgtheater ist: Einsatz und Spielfreude der Laiendarsteller sind große Klasse. Kommende Woche eröffnen die Lahnsteiner ihre Burgspiele mit der „Der Name der Rose“. „RZ“-Redakteurin Karin Kring war bei den Proben dabei. Der jüngste Schauspieler ist 16, der älteste 84. Die Lahnsteiner Burgspiele starten am 12. Juli und gehen bis in den August hinein. Gespielt wird vor der Kulisse der Johanniskirche aus dem 12. Jahrhundert. Rhein-Zeitung, lahnsteinerburgspiele.de

Termine des Tages

Bingen – Streifzug durch die Bingere Gässjer / unbekannte Einblicke in die Binger Wirtschaftsgeschichte – 6. Juli, 17 Uhr 30. bingen.de

Koblenz – „Koblenz zwischen Kaisermanöver und Kommiss“ / Stadtführung – 6. Juli, 18 Uhr. koblenz.de

Auf dem Rhein – „Mittelrhein Momente treffen KD“ / Essen und Wein auf der „MS Rheinenergie“ – 6. Juli, 18 Uhr 30 ab Koblenz. mittelrhein-momente.de

Foto des Tages

Es leuchtet blau #esleuchtetblau & #Nollig #huweip20 #Lorch #blumen #wildblumen

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