Für die marode Brömserburg besteht Hoffnung: Die Stadt Rüdesheim will 7 Millionen Euro Fördermittel beim Bund beantragen und den erforderlichen Eigenanteil von 10 Prozent zwar nicht übernehmen, aber vorschießen. Bezahlen müssen ihn die privaten Eigentümer, die die Burg 2018 mit übertriebenem Optimismus in Erbpacht übernommen haben. Das Konsortium aus 5 Rheingauer Ehepaaren hatten damals mit rund 2,2 Millionen Euro kalkuliert. Das Geld sollte überwiegend privat aufgebracht werden. Tatsächlich liefen sowohl die Finanzierung als auch die Sanierung des Gebäudes aus dem Ruder. Laut „Wiesbadener Kurier“ kamen bisher nur 400.00 Euro zusammen. Die Zeitung bezieht sich auf Angaben des Konsortiums. Gleichzeitig explodierten die Kosten: Statt der geplanten 2,2 Millionen müssen jetzt über 7 her. Für das Geld soll u. a. ein Aufzug gebaut und ein Dachgarten angelegt werden. Wiesbadener Kurier

Blick auf Rüdesheim. Recchts im Bild die Brömserburg. Foto: Rüdesheim Tourismus / Karlheinz Walter

Der Weg zum XXL-Steinbruch

Trechtingshausen hat Bedingungen für die Erweiterung des Steinbruchs formuliert. Demnach müsste der Betreiber den Feinstaub reduzieren, wiederaufforsten und weitere Umweltfolgen untersuchen lassen. Das Unternehmen will weitere 10 Hektar in die Landschaft neben Burg Sooeneck umpflügen und zieht dabei alle PR-Register. In einer neuen Pressemitteilung versichern die niederländischen Eigentümer sogar, dass das geplante Projekt auch mit einem möglichen Pumpspeicherwerk im Hang kompatibel wäre. Ein künftiger Mega-Steinbruch soll auch auch als Touristen-Attraktion inszeniert werden. Eine Visualisierung ist bisher nicht veröffentlicht worden. Wegen des Eingriffs in die Welterbe-Landschaft dürfte sich das Genehmigungsverfahren hinziehen. Allgemeine Zeitung

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