Nach der Schließung der Krankenhäuser in St. Goar und Oberwesel kündigt sich eine weitere Hospital-Krise in Boppard an. Das dortige Hospital „Zum heiligen Geist“ ist zwar nicht akut bedroht, aber beim dahinter stehende Klinikverbund scheint das Geld schon wieder knapp zu werden. Boppard gehört zum so genannten „Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein“ mit weiteren Standorten in Koblenz, Mayen und Nastätten. Eigentümer sind die Stadt Koblenz, der Kreis Mayen-Koblenz und mehrere Stiftungen, darunter die Bopparder Hospitalstiftung. Im Februar mussten die Gesellschafter 8 Millionen zuschießen, um die Gruppe über Wasser zu halten. Anfang nächsten Jahres drohe der nächste Engpass, berichtet der SWR. Längerfristig müsste in das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden. Mit dem Krankenhauskonzern Sana stünde ein potenzieller Investor bereit. Eine Übernahmeangebot der Sana ist laut SWR allerdings abgelehnt worden. SWR

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Boppard braucht noch ein paar Millionen

Als Sanierungsfall ist das Bopparder Karmeliterkloster im Vergleich zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein harmlos, aber das historische Gebäude verschlingt gerade deutlich mehr als vorgesehen. Laut „RZ“ muss die Stadt zusätzliche 3,7 Millionen Euro einplanen. Ein Großteil geht auf Bauschäden durch Insekten zurück: Nage- und Kugelkäfer haben im Lauf der Zeit Boden und Dachkonstruktionen ruiniert. Bisher war mit knapp 10 Millionen Euro kalkuliert worden.  Das frühere Kloster ist Sitz der Bopparder Stadtverwaltung. Rhein-Zeitung

Die Weinkönigin und der Prinz

Nur wenige Mittelrhein-Weinköniginnen haben so eine Karriere hingelegt wie Bärbel Weinert. Die Oberheimbacherin leitet das über 30 Hektar große Nobel-Weingut „Prinz von Hessen“ in Johannisberg im Rheingau. Im Interview mit der „FAZ“ erzählt sie u. a. wie sie den Betrieb zum Bio-Weingut umbaut. Weinert war 2003/2004 Gebietsweinkönigin. Mit (fast) gekrönten Häuptern hat sie es auch in ihrem heutigen Job zu tun: Ihr Arbeitgeber ist der Chef des Hauses Hessen. Der Dynastie regierte bis 1918,  noch früher gehörte ihr auch die Burg Rheinfels, die Burg Katz und die Marksburg. FAZ

Weihnachtshilfe für Bingen

Nach der Selbstauflösung der Binger Werbegemeinschaft erbarmt sich der Stadtmarketingverein Bingen Unternehmen Zukunft (BUZ) und kümmert sich um das Weihnachtsambiente in der Innenstadt. Eine dauerhafte Lösung ist es nicht. In der „AZ“ fordert Lokalredakteur Erich Michael Lang mehr Engagement der Einzelhändler. Allgemeine Zeitung

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