Es gibt noch keine umfassende Statistik, aber alles in allen dürfte der Altersdurchschnitt am Mittelrhein dem eines japanischen Kurortes entsprechen. Vor allem die Ufergemeinden rund um die Loreley gelten als Revier für graue Panther. Trotzdem entstehen im Tal Impulse für junge Macher. Koblenz, die mit Abstand größte Stadt im Welterbetal, wird gerade zum akademischen Hotspot für nachhaltige Regionalentwicklung. Die dortige Hochschule startet den in Deutschland einmaligen Masterstudiengang: „Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung“, eine Kombination aus Architektur, Bauingenieurwesen und Sozialer Arbeit.  Er soll über die engere Fachrichtung hinaus befähigen, „ortsstrukturelle und sozialräumliche Prozesse in ländlichen Räumen zu analysieren, bewerten, gestalten und zu steuern“.  Im kommenden Jahr findet im Tal außerdem ein internationales Trainingscamp für angehende Kulturerbe-Experten statt. Dabei soll es vor allem um den „Häuser Kran“ in St. Goarshausen gehen, das vor der Verschrottung gerettete Industriedenkmal an einem der vielversprechendsten Uferabschnitte zwischen Rüdesheim und Koblenz.  Bewerbungen sind noch möglich. Hochschule Koblenz, Heritage Pro (Trainingscamp in GOH)

Der Häusener Kran soll Teil des geplanten Rheinuferparks in St. Goarshausen werden. Foto: Marion Halft / Wikipedia / Creative Commons.

Der Häusener Kran soll Teil des geplanten Rheinuferparks in St. Goarshausen werden. Foto: Marion Halft / Wikipedia / Creative Commons.

Ein Bürgermeister für die 20er Jahre

Ein besonders wichtige Mittelrhein-Manager für Morgen wird in Boppard gesucht: Walter Berschs Nachfolger als Bürgermeister. Die formelle Stellenausschreibung der Stadt ist gerade erschienen. Noch bis zum 25. Januar kann sich bewerben,

  • wer die deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft besitzt (sofern er / sie in Deutschland lebt)
  • am Tag der Wahl mindestens 23 Jahre und nicht älter als 65 ist, und
  • für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt.

Theoretisch ist der Kreis der Verdächtigen groß, aber praktisch dürften die 3 schon nominierten Kandidaten das Rennen unter sich ausmachen: SPD-Mann Niko Neuser, der unabhängige Kandidat Philipp Loringhoven und CDU-Import Jörg Haseneier.

Die Wahl findet am 14. März statt. Amtsinhaber Walter Bersch darf nicht mehr antreten, weil er das Pensionsalter erreicht hat. Der Bürgermeister von Boppard wird laut Stellenanzeige mindestens nach der Besoldungsstufe B 2 bezahlt, das entspricht einem Grundgehalt von rund 8.000 Euro monatlich. Die Amtszeit beträgt 8 Jahre, reicht also bis ins Buga-Jahr 2029. boppard.de (Ausschreibung)

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