Die Schließung der Loreley-Kliniken hat ein juristisches Nachspiel. Am Donnerstag verhandelt das Arbeitsgericht Koblenz erstmals ausführlich über die Kündigung von rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der größte Teil der Belegschaft war entlassen worden, weil am Standort Oberwesel weit weniger Personal für die neue Tagesklinik gebraucht wird. Laut „RZ“ zeichnet sich dort immerhin eine Lösung in der Eigentümerfrage ab: Nach dem Rückzug des bisherigen Mehrheitsgesellschafters Marienhaus könnte der katholische Kolping-Verein einspringen. Der Stadtrat von St. Goar wird sein bisheriges Veto wohl noch einmal überdenken. Medienberichten zufolge ist der ambulante Betrieb zufriedenstellend angelaufen. Neben der Tagesklinik besteht auch noch das Seniorenzentrum in Oberwesel. Der Standort St. Goar wurde stillgelegt. Rhein-Zeitung

Oberwesel war rund 700 Jahre Krankenhaus-Standort. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Große Anti-Koalition von Lorch

Es ist eineinhalb Jahre her, aber CDU und SPD in Lorch tun sich immer noch schwer damit, dass mit Ivo Reßler ein unabhängiger Kandidat und politischer Nobody die Bürgermeisterwahl gewonnen hat. Vorläufiger Höhepunkt der Fundamentalopposition war die Weigerung der beiden Fraktionen, am Dienstag zur Stadtverordnetenversammlung zu erscheinen. Sie begründeten den Boykott u. a. mit der Ansteckungsgefahr durch den Corona-Virus, obwohl in einer Turnhalle 600 Quadratmeter Fläche zur Verfügung standen. Das Kommunalparlament war nicht beschlussfähig; etwa ein Dutzenden Zuhörer und 2 angereiste kommunale Finanzexperten mussten wieder nach Hause geschickt werden.  Wiesbadener Kurier

Trauerspiel in Lahnstein

Für die Mittelrhein-Gastronomie kommt der zweite Lockdown ungelegen genug, aber noch schlimmer ist das Team des Lahnsteiner Theaters dran. Die aktuelle Zwangspause fällt ausgerechnet in die umsatzstärkste Spielzeit. Gewöhnlich kommen im November und Dezember 45 Prozent der Jahreseinnahmen herein. „RZ“-Redakteur Tobias Lui hat mit den Lahnsteiner Theaterchefs Ulrike Krapp und Friedhelm Hahn gesprochen. Ihre Schauspieler mussten sich arbeitslos melden, die Solo-Selbständigen im Team hoffen auf die versprochene staatliche Unterstützung, haben aber noch immer keinen Cent gesehen. Rhein-Zeitung

Drink at home

Die Binger Großkellerei Reh-Kendermann kommt mit einem blauen Auge durch das Corona-Jahr. Der Umsatz (81 Mio) sank trotz Zoll-Streitigkeiten mit den USA und weiteren weltweiten Unsicherheiten nur um 2 Prozent. Was im Export verlorenging, riss das Supermarkt-Geschäft wieder raus. Dort explodierte im Frühjahr der Wein-Absatz. Weil die Gastronomie geschlossen war, wurde mehr daheim gepichelt. Im aktuellen Lockdown ist davon aber noch nichts zu spüren – möglicherweise sind die Leute noch immer gut eingedeckt. Allgemeine Zeitung

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