Redaktion

Lahnstein 2029:“Eine gewaltige Chance”

Martinsschloss in Lahnstein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lahnsteins Oberbürgermeister Lennart Siefert erwartet im Buga-Jahr allein in seiner Stadt rund 800.000 Gäste und setzt auf einen ähnlichen Entwicklungsschub wie 2011 in Koblenz. Der Optimismus in Lahnstein hat Gründe: Die Bundesgartenschau-Gesellschaft will dort bis 2029 so viel investieren wie an keinem anderen Ort – geplant sind 17 Millionen Euro. Das Geld fließt in ein 15 Hektar großes Areal zwischen Martinsschloss und dem Johanniskloster, Hafenmole inklusive. Noch in diesem Monat startet der  Planungswettbewerb. Die Mittelrhein-Buga sei  “eine gewaltige Chance, aber auch eine große Herausforderung”, sagte Siefert im Gespräch mit der “RZ”. Jetzt gehe es darum, “die Aufbruchstimmung in die ganze Stadt zu transportieren.” Seit einigen Wochen ist Lahnstein besonders prominent  in den Buga-Gremien vertreten – Sieferts Vorgänger Peter Labonte hat den Vorsitz des Aufsichtsrates übernommen. Rhein-Zeitung (Print-Ausgabe). 
Lahnstein-Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Freiheit für Lorch

Freiheit für Lorch16 Jahre, 6 Monate, 1 Woche und 3 Tage: So unfassbar lange dauerten die Bauarbeiten an der rechtsrheinischen Bundesstraße 42 zwischen Rüdesheim und der rheinland-pfälzischen Landesgrenze. Am Wochenende war der Alptraum vorbei. In Lorch wurde spontan gefeiert. Nachbarn setzten sich mit einem halben Schoppen an den nagelneuen Fahrradweg und freuten sich über jeden Radler, der vorbeikam. Das Motto des Abends: “Hurra, endlich frei”. Lorch hatte unter der Endlos-Baustelle am meisten zu leiden. Zeitweilig war die Stadt nur durch das Wispertal zu erreichen. Wiesbadener Kurier (€)

Die Affäre Puchtler

Der frühere Rhein-Lahn-Landrat Frank Puchtler gerät weiter unter Druck. Laut “RZ” ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz “wegen des Verdachts der Untreue sowie des Verwahrbruchs- und der Urkundenunterdrückung.” Puchtler soll über Unregelmäßigkeiten  beim gemeinnützigen Verein Lebenshilfe Rhein-Nahe hinweggesehen und staatliche Fördermittel nicht rechtzeitig gestoppt haben. Dem Kreis könnten  dadurch über 100.000 Euro Schaden entstanden sein, vermuten die Ermittler. Auf der Suche nach verschwundenen Akten wurde u. a. Puchtlers Wohnhaus durchsucht. Der SPD-Politiker und frühere Landtagsabgeordnete war Anfang 2022 nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. Als Landrat des Rhein-Lahn-Kreises spielte er auch im Welterbetal eine wichtige Rolle. Er führte den Vorsitz beim Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und bei der Mittelrhein-Weinwerbung. Puchtler hat sich zu den Vorwürfen noch nicht öffentlich geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Rhein-Zeitung (€)

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