Nach dem Aus für die Autobrücke zwischen Rüdesheim und Bingen bringt Fahrrad-Aktivist Stefan Schweitzer sein Alternativprojekt wieder ins Spiel: Eine Querung nur für Radler und Fußgänger. Schweitzer und seine Initiative „Grüne Welle“ verweisen auf deutlich geringere Eingriffe in Landschaft und Umwelt, wesentlich niedrigere Kosten und den touristischen Mehrwert. Die 500 Meter lange Brücke wäre laut Schweitzer „ein echtes Leuchtturmprojekt“ mit überregionaler Ausstrahlung. Sein Problem: Es fehlen Unterstützer, um das Thema landesweit auf die Tagesordnung zu bringen. Für eine Einsatz des rheinland-pfälzischen Bürgerbeauftragten braucht es 12.000 Unterschriften. Aktuell sind erst knapp 2.700 beisammen. Das Projekt hat auch damit zu kämpfen, dass viele Brückenfans immer noch auf die große Lösung hoffen: Bingens OB Thomas Feser und Autobrücken-Aktivist Hasso Mansfeld wollen trotz des politischen Desinteresses noch einmal die Medien mobilisieren. Am kommenden Freitag soll ein Interview mit den beiden im Regionalprogramm von Sat.1 erscheinen. Wiesbadener Kurier, Open Petition (Unterschriftensammlung für die Fußgängerbrücke), Stadt Bingen (Mansfeld-Initiative)

Fußweg mit Aussicht: So könnte die geplante Öko-Brücke aussehen. Visualisierung: Grüne Welle

Fußweg mit Aussicht: So könnte die geplante Öko-Brücke aussehen. Visualisierung: Grüne Welle

Die Rheinfels-Saga kommt zurück

Apropos Landespolitik: Katharina Binz ist die neue Kulturministerin in Malu Dreyers Ampelkoalition. Sie startet mit einer guten Nachricht: Es wird in diesem Jahr einen „Kultursommer“ mit rund 200 Veranstaltungen geben. Im Welterbetal zählt die „Rheinfels-Saga“ dazu. Die 2020 abgesagten Aufführungen in St. Goar sollen laut Deutscher Presse-Agentur „im August möglich sein“. Süddeutsche Zeitung

Das Buga-Team geht steil

Welterbe Mittelrhein ist ein bisschen wie EU, nur mit noch mehr Akteuren. Schon die Auswahl eines „Buga-Weinbergs“ braucht Fingerspitzengefühl. Kein Winzer und kein Ort sollte sich benachteiligt fühlen. Die Lösung fand sich in der Steillage „Schloss Fürstenberg“ in Rheindiebach. Es ist laut Buga-Blog die einzige Weinlage im Tal, die nicht nach einer Gemeinde (z. B. „Bacharacher Posten“), sondern nur nach einer Burg benannt ist. („Schloss Stahleck“ oder „Burg Reichenstein“ sind Groß- und keine Einzellagen, also außer Konkurrenz). Winzer Jochen Ratzenberger hat insgesamt 36 ar (= 3600 Quadratmeter) an die Buga-GmbH verpachtet, darunter eine Junganlage mit innovativer Querterrassierung. Das Buga-Team kümmert sich selbst um die Bewirtschaftung. Know-how gibt es genug: Buga-Projektmanagerin und Ex-Weinkönigin Sarah Hulten ist seit Jahren die wahrscheinlich bekannteste Nebenerwerbswinzerin am Mittelrhein. Buga-Blog

Das Team BUGA 2029 baut seinen eigenen Wein an

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