Was sagt eigentlich die Unesco zum geplanten Loreley-Hotel? Kritiker wie Berfürworter des 700-Betten-Projekts sehen sich im Einvernehmen mit den Welterbe-Hütern. Der norddeutsche Investor Nidag etwa suggeriert eine mit der Unesco abgestimmte Planung „Mit den Unesco-Vorgaben“ ist laut Unternehmenssprecherin „ein Sichtachsenkonzept entwickelt worden, sodass man das Hotel von bestimmten Punkten unten nicht sieht“. Tatsächlich ist die internationale Organisation nicht ganz so entspannt. „Im Falle des Loreley-Plateaus können wir die Sorge, ob die Planungen für einen Hotelbau mit dem Welterbestatus vereinbar sind, verstehen“, teilte die Sprecherin der deutschen Unesco-Kommission auf Anfrage von Mittelrheingold mit. Man rate „dringend dazu, eine frühzeitige Abstimmung mit dem Unesco-Welterbezentrum in Paris und seinen Beratungsgremien herbeizuführen.“ Die Einschätzung, ob eine Stätte gefährdet ist, obliege allein dem jährlich zusammenkommenden Unesco-Welterbekomitee. Ob die Hotel-Fans so lange warten wollen, ist fraglich. Wenn die Kreisverwaltung in Bad Ems zustimmt, könnten im kommenden Jahr schon Bagger rollen. Auf dem Plateau soll ein Komplex mit Hauptgebäude plus 10 mehrstöckigen Hotel-Villen entstehen.  Per E-Mail

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Ein Schloss im Corona-Herbst

Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet, wie das 4-Sterne-Hotel „Breuers Rüdesheimer Schloss“ gegen die die 2. Corona-Welle kämpft. „Wir sind jetzt Experten im Platzieren, Desinfizieren und Dokumentieren“, zitiert die Zeitung Inhaberin Maresa Nieten. Um die areosolfreie Open-Air-Saison zu verlängern, hat Nieten mehr Heizpilze und Decken geordert. Außerdem sieht sie auch die Chancen in der Krise: Das Durchschnittsalter der Gäste sei um 10 Jahre nach unten gegangen und die Aufenthaltsdauer habe sich verdoppelt. Wiesbadener Kurier

Thronen am Rheinufer

Falls Sie sich fragen, was neuerdings in den Bacharacher Rheinanlagen steht: Es ist der „Rabenstuhl“, ein Kunstwerk von Bildhauerin, Malerin und Teilzeir-Bacharacherin Liesel Metten. Platz nehmen ist ausdrücklich erlaubt. Der thronähnliche Stuhl mit Flussblick wurde aus rund 400 eingegipsten Büchern gebaut und erinnert an die literarische Tradition der Stadt. Rhein-Zeitung

Bacharach unplugged

Apropos Bacharach: Vor 51 Jahren wurde Steeg in die Stadt eingemeindet. Die Begeisterung der Steeger hielt sich in Grenzen. Mittlerweile ist das Trauma abgearbeitet, aber das langgezogene Straßendorf ist nach wie vor eine Welt für sich – und nicht die schlechteste. In der „AZ“ stellt Jochen Werner den Ort vor, in dem alles noch ein bisschen kerniger und authentischer als anderswo ist. Allgemeine Zeitung

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