Rund um das Welterbejubiläum am 27. Juni steigt das bundesweite Interesse. Ein Mittelrhein-Artikel der Deutsche Presse-Agentur wird über zahllose Zeitungen verbreitet, er läuft u. a. in der „Zeit“ und „Süddeutsche Zeitung“. Viele Neues steht eigentlich nicht drin. Aber wenn es stimmt, dass die meisten Leute nur noch die Überschriften lesen, hätte es schlimmer kommen können: „20 Jahre Welterbe: Das Rheintal boomt“ lautet die Schlagzeile. Sie ist euphorischer als der eigentliche Text, denn im Kleingedruckten geht es auch um Brücke und Bahnlärm. Zu den guten Nachrichten gehört das Comeback des Weinbaus: Die Rebfläche schrumpft nicht mehr, heute gibt es 50 Hektar mehr als noch vor einigen Jahren. Mittlerweile gibt es auch eine Welterbe-Bilanz im Fernsehen. Sie wurde vom SWR ausgestrahlt und ist noch in der Mediathek zu sehen. Süddeutsche Zeitung, SWR (Video)

Blick von Bingerbrück auf Bingen. Foto: Thorsten Silz

Blick von Bingerbrück auf Bingen. Foto: Thorsten Silz

Die Buga ist gebongt

Apropos SWR: Nach der Absage der Bundesgartenschau 2025 in Rostock hat der Sender besorgt bei den Machern der Mittelrhein-Buga 2029 nachgefragt. Laut Geschäftsführer Rainer Zeimentz steht die vermutlich größte Mittelrhein-Veranstaltung des Jahrhunderts nicht zur Debatte. Sie finde definitiv statt, heißt es. Rostock hatte wegen explodierenden Kosten und Planungsfehlern das Handtuch geworfen. SWR

Alles hat ein Ende, auch bei der Wurst

Fans der Braubacher Metzgerei Wagner müssen jetzt tapfer sein. Am kommenden Samstag sperrt Inhaber Wilfried Wagner, 67, sein Geschäft für immer zu. Damit endet eine fast 300-jährige Tradition nach 8 Generationen. Wagner geht es wie vielen Handwerksmeistern: Der Laden läuft zwar, aber es gibt weder Lehrlinge noch Nachfolger. Wagners Söhne ziehen das Leben in der Festanstellung vor. Der Chef selbst  nimmt’s gelassen: „Einmal muss Schluss sein.“ Rhein-Zeitung (€)

Bagger über Bingerbrück

Im Binger Nobelviertel Elisenhöhe gibt es Ärger wegen eines Neubaus. Wie bisher nur in begehrten Großstadtlagen üblich, wurde ein Einfamilenhaus gekauft, abgerissen und als Wohnanlage neu geplant. Jetzt entstehen auf dem Grundstück hoch über Bingerbrück 3 Gebäude mit 12 Wohnungen plus Carports. Die Sparkasse Rhein-Nahe vermarktet die Eigentumswohnungen für über 5.000 Euro pro Quadratmeter. Der Eingriff in das Ortsbild ist umstritten, laut „AZ“ aber baurechtlich korrekt. Allgemeine Zeitung (€), Sparkasse Rhein-Nahe (Exposé)

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