Es ist lebensgefährlich, immer weniger können es und trotzdem ist der Andrang groß wie nie: Schwimmen im Strom wird zum rheinischen Roulette. Mehrere Probleme schaukeln sich in dieser Saison gegenseitig hoch. Die Hitze zieht Menschen ans Wasser, die kaum noch Schwimmunterricht genossen haben, Gefahren falsch einschätzen und Probleme haben, ins Freibad zu kommen – dort fehlen nämlich Bademeister und damit die Kapazitäten für die bisher üblichen Öffnungszeiten. In Bingen etwa muss das Naturbad Donnerstags schließen und auch das neue Bopparder Freibad kann nicht mit voller Kraft starten. Laut „AZ“ ist umstritten, wie man mit dem Rhein als Badegewässer umgehen soll. Weil Warnungen vor dem Wasser kaum etwas nutzen, fordern sogar Lebensretter mehr Pragmatismus. Vor allem Jugendliche müssten wieder lernen, kontrolliert im Fluss zu schwimmen. „Vielleicht wäre die Wiederöffnung der Rheinbäder unter Aufsicht sogar ein Teil der Lösung“, zitiert die Zeitung Roman Weber von DLRG Nahe-Hunsrück. In Bacharach etwa gab es noch in den 70er Jahren ein Strandbad. In Kaub organisierte Mittelrhein-Enthusiast Dirk Melzer in den vergangenen Jahren mehrere Schwimmschul-Wochenenden. Allgemeine Zeitung (€)

Blick auf Lorchhausen, 2015.

Das schwimmende E-Mobil

Apropos Wasser: Auf dem Rhein ist ein neuer Flusskreuzer unterwegs. Die „A-Rosa Sena“ wird als Hybrid-Schiff vermarktet. Unter Deck wummert zwar noch ein Dieselmotor, aber ein Elektroantrieb unterstützt u. a. bei An- und Ablegemanövern. Ins Welterbegebiet kommt das Schiff vorerst nicht, es verbringt die erste Saison zwischen Köln und den Niederlanden. A-Rosa (Pressemitteilung der Reederei)

„Kilian schafft wie ein Brunneputzer“

Der Rückzug von Rheingau-Taunus-Landrat Frank Kilian wird selbst von politischen Gegnern bedauert. Die vielleicht höchste Anerkennung, die es am Mittelrhein gibt, kam von seinen früherem Gegenkandidaten Benno Pörtner (Die Linke): „Kilian schafft wie ein Brunneputzer’“. Genau das ist das Problem. Laut „Wiesbadener Kurier“ tritt der parteilose Landrat im kommenden März nicht mehr zur Wahl an, weil er sich keine weiteren 6 Jahre mit überquellenden Terminkalendern antun möchte. Wiesbadener Kurier (€)

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