Der Bopparder Ortsteil Bad Salzig ist das einzige staatlich anerkannte Heilbad am Oberen Mittelrhein. (Noch, denn in Boppard kursiert die Idee, den Titel „Bad“ auf die ganze Stadt auszudehnen). Salzig war zwar nie so glamourös wie Homburg, Ems oder Schlangenbad, wo der Jet-Set des 19. Jahrhunderts promenierte. Aber die Salziger Heilquelle ist erstligareif. Das Wasser kommt aus fast 500 Meter Tiefe und enthält laut „RZ“ mehr Mineralstoffe als vergleichbares Nass in Kurorten wie Neuenahr, Bertrich, Wildungen und Mergentheim. Bislang gehört die Quelle zur Mittelrhein-Klinik, die sich aber längst vom klassischen Kurbetrieb verabschiedet und sich auf psychosomatische Krankheiten spezialisiert hat. Ende des Monats geht die so genannte „Leonorenquelle“ in das Eigentum der Stadt Boppard über. Die Kommune will eine neue Trinkhalle gestalten und das Wasser auch zum alten Salziger „Börnchen“ leiten, einer beliebten, aber seit Jahren versiegten Entnahmestelle für die Salziger Bevölkerung. Die Bopparder Brunnen-Offensive kommt vielleicht nicht zufällig kurz vor der Bürgermeisterwahl am 14. März. Boppards CDU-Fraktionschef Wolfgang Spitz hatte sich seit 2016 vergeblich für das „Börnchen“ eingesetzt. Rhein-Zeitung

Blick auf Bad Salzig. Foto: Romantischer Rhein Touristik / rheinsteig.de / Frank Gallas

Blick auf Bad Salzig. Foto: Romantischer Rhein Touristik / rheinsteig.de / Frank Gallas

Radeln in Rhens

Stromabwärts in Rhens sprudelt nur die Mineralwasserquelle. Finanziell sitzt die Stadt eher auf dem Trockenen. Trotzdem investiert man in Infrastruktur und Tourismus. 2021 macht Rhens fast 950.000 Euro für den Ausbau des Rhein-Radwegs locker. Das Geld fließt in die Verbreiterung des Leinpfades nach Brey und in eine sicherere Fahrspur in Richtung Stolzenfels. Rhein-Zeitung

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