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Bis zum letzten Tag

Koblenzer Brauerei 2013. Foto: Wolkenkratzer / Creative Commons

Fast 140 Jahre Brauerei-Betrieb im Koblenzer Stadtteil Stolzenfels sind in wenigen Tagen Geschichte. Die insolvente Koblenzer Brauerei „an der Königsbach“ stellt ihren Betrieb zum Monatsende ein. Laut „RZ“ wird die rund 40-köpfige Belegschaft gekündigt und das Unternehmen stillgelegt. „Ohne einen Investor und ohne neues Investitionskapital kann der Geschäftsbetrieb der Brauerei nicht kostendeckend fortgeführt werden. So bitter das ist“, zitiert die Zeitung den Koblenzer Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Alexander Jüchser. Nach dem Rückzug der Eigentümer hatte er bis zuletzt versucht, neue Geldgeber zu finden. Die Brauerei samt Hochhaus und umliegenden Immobilien war 2018 von einer Investorengruppe um den bayerischen Unternehmer Christian Seitz übernommen worden. Sie will auf dem Areal u. a. Wohnungen bauen. Die Probleme der früheren „Königsbacher“ sind allerdings noch älter. Laut Jüchser wurden „über 10 Jahre lang keine Investitionen in moderne Brauanlagen, Technik und Räumlichkeiten getätigt.“ Die Markenrechte an Produktnamen wie „Koblenzer Bräu“ oder „Koblenzer Pils“  sollen bereits verkauft sein. Die Einnahmen fließen in die Insolvenzmasse und kommen damit bevorzugt den Mitarbeitern zugute. Sie haben noch bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Ende April Anspruch auf Gehaltszahlungen und ihr Geld mehr als verdient. O-Ton Insolvenzverwalter: „Dass die Belegschaft trotz der schwierigen Lage und Rahmenbedingungen dem Unternehmen bis zum letzten Tag die Treue gehalten hat, ist selten und das verdient großen Respekt und Dank”. Rhein-Zeitung (€), SWR, Koblenzer Brauerei
Foto: Wolkenkratzer / Creative Commons

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