Der katholische Marienhaus-Konzern hat sich in Oberwesel ein letztes Mal unbeliebt gemacht. Am Mittwoch schwänzte er die offiziellen Schließung des Krankenhauses, die er mindestens ein Jahr lang vorangetrieben hatte. Auch die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein als Minderheitsgesellschafter blieb der Veranstaltung fern. Für die kommunalen Teilhaber Oberwesel und St. Goar erschienen die Bürgermeister Marius Stiehl und Falko Hönisch, um sich bei den Mitarbeitern zu bedanken und Hoffnung auf einen kleinen Neuanfang zu machen. Auf einem neuen „Gesundheitscampus“ soll eine Tagesklinik mit 72 Plätzen entstehen. Chefarzt wird der St. Goarer Orthopäde Franz-Walter Ferdinand. Er war viele Jahre lang Oberarzt am gleichfalls geschlossenen St. Goarer Klinik-Standort. Die Geschäftsführung übernimmt laut „RZ“ Klinik-Experte Ingo Jakschies. Er leitet bereits ähnliche Einrichtungen in Neuerburg in der Eifel und im westfälischen Bad Sassendorf. Rhein-Zeitung, SWR

Eine neuer Tunnel hätte Oberwesel vom Bahnlärm entlasten können. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Hildegard-Gymnasium sucht Träger

Apropos katholisches Controlling: Im Bistum Mainz wurde gerade gerade Kassensturz gemacht. Weil Corona auf die Kirchensteuereinnahmen drückt, will sich die Diözese u. a. von Schulen trennen. Laut SWR sucht sie auch in Bingen nach einem neuen Träger. Bisher betreibt das Bistum eines der beiden Gymnasien der Stadt, die renommierte Hildegardisschule. Die „Higa“ dient zugleich als Berufsschule. SWR

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