Die Bürgerinitiative „Oberwesel 22“ will die Bahn wegen fehlender Baugenehmigungen unter Druck setzen. Weil der Staatskonzern keine historischen Dokumente aus der Preußenzeit beibringen könne, seien die Tunnel zwischen St. Goar und Oberwesel „Schwarzbauten“, argumentiert Oberwesel-22-Sprecher Harald Steppat. Stilllegen will man sie natürlich auch nicht, denn das würde die Orte komplett vom Bahnverkehr abschneiden. Laut „RZ“ spekuliert Steppat auf „Betriebseinschränkungen“ wie Tempolimits und Nachtfahrverbote. Langfristig soll ein neuer XXL-Tunnel um die Städte herumgebaut werden („Variante Pink“). Steppat hatte um 2014 ein Haus oberhalb der Bahnlinie bezogen. Die Tunnel stammen aus dem Jahr 1858. Rhein-Zeitung, oberwesel22.de, diearchitekten.org (Steppat-Neubau).

Eine neuer Tunnel hätte Oberwesel vom Bahnlärm entlasten können. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Eine neuer Tunnel könnte Oberwesel vom Bahnlärm entlasten, Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Zu viele Schuldner in St. Goar und Boppard

Denise Bergfeld von der „RZ“ hatte die interessante Idee, den „Schuldneratlas“von Creditreform unter die Lupe zu nehmen. Das Auskunfts- und Inkassounternehmen listet dort den Anteil der überschuldeten Privatpersonen an der Gesamtbevölkerung auf. Demnach steht der Rhein-Hunsrück-Kreis relativ gut da. Hier sind „nur“ 8,45 Prozent der Einwohner über 18 Jahren überschuldet. Im Land Rheinland-Pfalz liegt der Schnitt bei 10,10 Prozent. Allerdings gibt es innerhalb des Kreises deutliche Unterschiede: In Boppard liegt die Quote bei 9,55 Prozent, in St. Goar sogar bei 11,53 Prozent. Besser geht es den Niederburgern und Damscheidern. Hier kommt Creditreform auf nur 3,18 Prozent. Im Rhein-Lahn-Kreis bezeichnet das Unternehmen übrigens 10,79 Prozent der Einwohner als überschuldet, im Kreis Mayen-Koblenz (inkl. Rhens und Spay) 10,02 Prozent und in der Stadt Koblenz 12,45 Prozent. Als überschuldet gelten Menschen, die ihre Verbindlichkeiten nicht mehr durch Einnahmen, Vermögen oder andere Sicherheiten abdecken können. Rhein-Zeitung

Auf den Spuren von Eberhard

Polizei und Feuerwehren waren gestern im Dauereinsatz, aber das Sturmtief Eberhard hat im Welterbe-Tal zum Glück nur Sachschaden hinterlassen. In der Stefan-George-Straße in Bingen wurde ein Metallschornstein heruntergefegt und im Rüdesheimer Stadtteil Aulhausen teilweise ein Dach abgedeckt. In St. Goar riss Eberhard ein Zelt im Hof der Burg Rheinfels aus der Verankerung. In Boppard war wegen des Wellengangs kurzzeitig der Fährverkehr unterbrochen. Allgemeine Zeitung (Bingen), Wiesbadener Kurier (Rüdesheim), Rhein-Zeitung (Rhein-Hunsrück)

Archäologen auf Mittelrhein-Tour

„Arrata“ heißt ein Verein der Archäologiefreunde mit Sitz in Oberwesel. Im Frühjahr und Sommer bietet Geschäftsführer Wolfgang Welker wieder Exkursionen in der Region an. Zum Beispiel am 14. April nach Perscheid („Topographie einer vergessenen römischen Landsiedlung / Mekka der Schatzjäger“), am 7. September nach Boppard („Bodobrica – das römische Boppard“) und am 15. September nach Rhens („Historismus aus dem 19. Jahrhundert“). Allgemeine Zeitung, arrata.de

Mittelrheiner des Tages: Matthias Schmandt

Der Binger Museumschef hat am Sonntag die Saison eröffnet. Rund 300 Besucher kamen in das Museum am Strom, 25 beteiligten sich an der Aktion „Bingen schreibt ein Buch“. Allgemeine Zeitung (Interview mit Schmandt)

Zahl des Tages

Vermutlich sechsstellig ist der der Schaden, der beim Brand des historischen „Wirtshauses am alten Fischtor“ in Braubach entstanden ist. Das Haus gilt als einsturzgefährdet, die Brandursache ist noch unklar. Rhein-Zeitung

Heute vor einem Jahr …

….. erklärten Christian Büning und Marcel D’Avis im Interview ihr Projekt „Mittelrheintaler“. Mit einem netten ersten Satz: „Eine Zeile auf Mittelrheingold hat mir ein Licht aufgehen lassen“. Mittelrheingold vom 11. März 2018

Termine des Tages

Lahnstein – Repair Café – 10. März, ab 17 Uhr. lahnstein.de

Boppard – „Lieber Leben“ / Kino in der Stadthalle- 11. März, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

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