Keller aufräumen, Küche streichen oder neue Hobbies pflegen gelten als typische Ersatzhandlungen während der Corona-Krise. Der alternative Beschäftigungsdrang der Deutschen macht sich selbst im Binger Stadtarchiv bemerkbar. Laut „AZ“ registriert man dort deutlich mehr Anfragen von Freizeit-Familienforschern. Die Suche nach den eigenen Vorfahren kann mindestens so anstrengend wie die real existierende Verwandtschaft der Gegenwart sein, aber in Bingen ist man bei der Recherche besser dran als anderswo. Der pensionierte Ministerialbeamte Hans Josef von Eyß hat unzählige historische Akten des Standesamtes und noch ältere Unterlagen ausgewertet und digitalisiert. Die Ergebnisse seiner Arbeit bietet die Historische Gesellschaft Bingen im Internet an: Namen und Daten aller Menschen, die während dreier Jahrhunderte in Bingen geboren wurden, geheiratet haben oder gestorben sind. Die Aufzeichnungen reichen von der Barockzeit bis in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Manche Familien gibt es noch heute in Bingen, andere sind verschwunden – zum Beispiel die Augsteins, die Vorfahren von „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein. Sein Vater Friedrich (Jahrgang 1884) taucht in den digitalen Familienbüchern noch als Weinhändler auf. Noch ältere Augsteins erscheinen als Binger Schiffer, Schuster oder Bäcker.  Allgemeine Zeitung, Historische Gesellschaft Bingen (Zugang zu den digitalen Familienbüchern)

Blick auf Bingen. Foto: Jochen Tack / Stadt Bingen

Blick auf Bingen. Foto: Jochen Tack / Stadt Bingen

Showdown in Lahnstein

In Lahnstein geht es momentan eher um die Zukunft als um die Vergangenheit. Am 26. September wird der neue Oberbürgermeister gewählt. Wer die 3 Kandidaten Marcel Will (SPD), Thomas Becher (CDU) und Lennart Siefert (unabhängig) live und in Farbe erleben will, kann das am Mittwochabend im Internet tun. Die Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr. Rhein-Zeitung

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