Frank Zimmer

Frühlingsgefühle in Rüdesheim und Dunkelmänner in Lorch

Im „Wiesbadener Kurier“ schreibt Thorsten Stötzer über das erste frühlingshafte Wochenende rund um Rüdesheim. Stadt und Umland waren gut besucht, aber es gab kaum Gedränge. Mangels Gastronomie verlagerte sich einiges auf die Höhen. Der Wander-Boom setzt sich fort, und die ersten Outdoor-Fans packten ihre Picknick-Körbe aus. „Die Leute wollen bei dem Wetter raus“, zitiert die Zeitung Seilbahn-Chef Rainer Orben. Seine Gondeln starten zwar erst in einem Monat wieder, aber zu tun hat er trotzdem: Orben bewirtschaftet zusätzlich zur Seilbahn auch den Parkplatz am Niederwalddenkmal. In Rüdesheim denkt man übrigens schon an den nächsten Weihnachtsmarkt: Gerade wurde der Vertrag mit Marktbetreiber Eric Rehwald bis 2036 verlängert. Rehwald bekommt damit langfristige Planungssicherheit für sein Unternehmen. Wegen Corona hatte er im vergangenen Jahr alles absagen müssen. Wiesbadener Kurier (Wochenende), Wiesbadener Kurier (Weihnachtsmarkt)

Blick auf Rüdesheim. Foto: Frank Gallas / Romantischer Rhein Tourismus

Team Assmannshausen

Apropos Rüdesheim: Im Stadtteil Assmannshausen spucken Ortsvorsteher Torsten Schambach und andere freiwillige Helfer in die Hände und legen einen überwucherten Fußweg nach Aulhausen frei. Die ersten 500 Meter sind schon geschafft. Bisher mussten Fußgänger direkt an der Fahrbahn der Landstraße entlang. Wiesbadener Kurier

Dunkelmänner in Lorch

Flussabwärts in Lorch geht es nicht ganz so harmonisch zu. Dort muss sich Bürgermeister Ivo Reßler gegen anonyme Vorwürfe an die Kommunalaufsicht wehren. Laut „Wiesbadener Kurier“ geht es um Rechnungen für Kita-Renovierungen und die Feuerwehr. Reßler steht seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr unter Dauerbeschuss der Wahlverlierer CDU und SPD. Der frühere IT-Manager hatte sich als unabhängiger Kandidat durchgesetzt, SPD-Bewerber Georg Breitwieser haushoch geschlagen und den langjährigen CDU-Bürgermeister Jürgen Helbing abgelöst. Seitdem herrscht in der Lorcher Parteipolitik dicke Luft. Wegen kleinerer Reparatur-Aktionen im Hau-Ruck-Verfahren hatte SPD-Stadträtin Tanja Herrmann Strafanzeige gegen Reßler gestellt, außerdem gab es aus den Reihen der SPD Dienstaufsichtsbeschwerden. Reßler wurde jedesmal entlastet. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Die Aufsichtsbehörde sprach lediglich eine Rüge aus – nicht wegen der Vergabe der Reparaturjobs, sondern wegen mangelnder Information darüber. Ob hinter den neuen anonymen Vorwürfen ebenfalls eine Partei steht, könnte am 2. März Thema bei der nächsten Sitzung des Kommunalparlaments sein. Wie die Lorcher Bevölkerung darüber denkt, zeigt sich jedenfalls am 14. März – dann wird die Stadtverordnetenversammlung neu gewählt.  Wiesbadener Kurier

13,3 Fragen an Niko Neuser

In Boppard gibt die SPD ein besseres Bild ab als in Lorch. Dort wird am 14. März ein neuer Bürgermeister gewählt. Gute Chancen hat Niko Neuser, SPD-Stadtrat, Ortvorsteher der Bopparder Innenstadt, Schwimmbad-Aktivist und Favorit von Amtsinhaber Walter Bersch, der aus Altersgründen nicht mehr antritt. Es gibt mit Philipp Loringhoven (unabhängig) und Jörg Haseneier (CDU) 2 weitere Bewerber, aber keiner nimmt die Kandidatur ernster als Neuser. Dass er trotzdem nicht verbissen ist, zeigt das Video-Interview von Instagram-Bloggerin Sandra Bruns. Dort erklärt Neuser u. a, warum er sich nicht traut, an der Tür der Bopparder Stadtverwaltung zu rütteln. Instagram

 

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