Die Idee war gut, aber so richtig gezündet hat sie bisher nicht. Seit 2018 soll eine Art Superminister Bingen ins rechte Licht setzen. Der städtische Top-Job bündelt Tourismus, Marketing und Events, für ihn wurde eine eigene GmbH gegründet. Personell lief es noch nicht wirklich rund. Kandidat Nr. 1 scheiterte noch bevor er überhaupt angefangen hatte – es stellte sich heraus, dass sein Hochschulabschluss erfunden war. Für ihn kam der frühere Lufthansa-Sprecher und „Handelsblatt“-Journalist Georg Sahnen, der in Bingen nie so richtig warm wurde und im vergangenen März seinen Abschied ankündigte. Jetzt übernimmt Marketing-Profi Heiner Schiemann die Geschäftsführung der neuen „Bingen am Rhein Tourismus und Kongress GmbH“. Der 37-Jährige führte u. a.  eine Event-Agentur in Traben-Trarbach und arbeitete zuletzt freiberuflich. In Bingen verwaltet er laut „AZ“ ein Budget von rund 1,8 Millionen Euro. Zu tun gibt es genug: Bingen braucht ein professionelles Stadtmarketing, das neben dem klassischen Rheintourismus auch den örtlichen Handel fördert und den ramponierten Ruf als Einkaufsstadt aufpoliert. Außerdem müssen bis zur Buga 2029 neue Hotels her. Allgemeine Zeitung, bingen.de

Blick auf Bingen. Foto: Stadt Bingen / Torsten silz.

Blick auf Bingen. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz.

Loreley: Ein bisschen was geht immer

Die Absage des Stadtrates an ein förmliches Mediationsverfahren zur Loreley-Bühne macht in St. Goarshausen und der Nachbarschaft böses Blut. Der neue Bürgermeister Nico Busch versucht zu vermitteln und sieht das Thema auch noch nicht als erledigt an:  „Gespräche, und im besten Falle auch eine Einigung, sind jedoch jederzeit auch ohne ein solches Verfahren möglich“, betont er. Vorerst bleibt es bei der außerordentlichen Kündigung des Pächters Loreley Venue GmbH. Das Unternehmen ist mit rund 180.000 Euro Pachtzahlungen im Rückstand und begründet es mit Baumängeln. Corona hat die Lage nochmals verkompliziert. Momentan ist unklar, wer die Krise der Event-Branche überlebt und wann die Bühne auf der Loreley wieder bespielt werden kann. Rhein-Zeitung, Mail von Nico Busch

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