Das Ende der Loreley-Kliniken in Oberwesel und St. Goar ist noch bitterer als befürchtet. Der kirchliche Mehrheitsgesellschafter Marienhaus hatte im Frühjahr wegen angeblich drohender Insolvenzgefahr die Schließung durchgesetzt. Auch die Stadt Oberwesel und die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein stimmten zu. Damals war von geordneter Abwicklung die Rede, von fairen Abfindungen aus einem Fördertopf des Landes und von einem „Gesundheitscampus“ als Ersatzlösung. Jetzt stehen alle Beteiligten vor einem Scherbenhaufen. Laut „RZ“ gibt es momentan weder das Geld für den Sozialplan noch Zusagen für den „Campus“.

Krankenhaus Oberwesel: Ende September ist Schluss.

Der Hauptverantwortliche Marienhaus sucht derweil das Weite. Er will zum Jahresende aus der Krankenhaus-Gesellschaft aussteigen. Sein 55-Prozent-Anteil soll an den gleichfalls kirchennahen Kolping-Förderverein in Oberwesel gehen. Stadt und VG sind wie immer einverstanden, obwohl sie noch vor wenigen Monaten betont hatten, dass der Betrieb nur von einem professionellen privatwirtschaftlichen Mehrheitsgesellschafter geführt werden könne. An diesem Argument war auch eine Übernahme durch den Kreis gescheitert. Die Stadt St. Goar als kleinster kommunalen Miteigentümer wehrt sich gegen den Kolping-Deal. Sie verweigert die notwendige Zustimmung für den Gesellschafterwechsel und will auch nicht für die Abfindungen bürgen, die das Marienhaus-Management versprochen hatte. Weil die erforderlichen Millionen vom Land und den Krankenkassen noch gar nicht da sind, sollen die Kommunen einen Bankkredit ermöglichen und für insgesamt 45 Prozent der Summe haften.

Nach Recherchen von „RZ“-Redakteurin Denise Bergfeld läuft die Abwicklung der Arbeitsverträge aus dem Ruder: Rund 100 Mitarbeiter wehren sich vor dem Arbeitsgericht gegen ihre Kündigung. Offenbar kann momentan niemand sagen, wann die versprochenen Abfindungen gezahlt werden. Bergfeld hat mit dem Emmelshäuser Anwalt Klaus Ohnesorge gesprochen. der etwa ein Viertel der Gekündigten vertritt. Demnach ist unklar, ob die Fördermittel überhaupt schon beantragt worden sind. Ohne sie wäre der Sozialplan wertlos. Die ersten Kündigungen sollen schon Ende des Monats greifen. Rhein-Zeitung

Licht und Schatten in Lahnstein

Wie steckt das Tal Corona weg? Auf der rechten Rheinseite hat sich die „RZ“ bei den wichtigsten Touristik-Managern umgehört und u. a. mit Petra Bückner in Lahnstein und Mareike Buchmann in der VG Loreley gesprochen. Demnach lief es im Sommer gut, aber nicht gut genug, um die Verluste des Frühjahrs auszugleichen. Ohne Pandemie hätte es in Lahnstein gebrummt wie zu Zeiten der Koblenzer Bundesgartenschau. Rhein-Zeitung

Groß, größer, Rheinfels

Rheinfels über St. Goar wirkt schon jetzt wie die die Übergröße-Version unter den Rheinburgen. Die frühere Residenz der Landgrafen von Hessen stellte im 17. Jahrhundert am Mittelrhein alles andere in den Schatten. Damals war die Anlage noch weitaus größer als heute. Zur Bundesgartenschau 2029 sollen die ursprünglichen Umrisse wieder sichtbar gemacht werden. Die privaten Grundstückseigentümer rund um die Burg machen mit und stellen ihre Flächen für dokumentarische Landschaftsarchitektur zur Verfügung. Rhein-Zeitung

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