Frank Zimmer

„In schlechten Zeiten muss man was machen“

Rüdesheimer Weinbergsmauern. Foto: Rui Camilo

Corona hat im Welterbetal eine Reihe von Lokalen auf dem Gewissen, aber für manche Gastronomen war es auch das Signal zum Neubeginn. „In schlechten Zeiten muss man was machen“, zitiert der „Wiesbadener Kurier“ die Rüdesheimerin Naomi Burgardt. Die gelernte Köchin und Tochter von „RheinWeinWelt“-Gründerin Annette Perabo hat 2021 mit ihrem Partner René Bildesheim in den Räumen des früheren Asbach-Besucherzentrums das Restaurant „Bees“ eröffnet und spielt mittlerweile in der „Gault-Millau“ und „Falstaff“-Liga. Einen Neustart in Rüdesheim schaffte auch die Hamburgerin Jessica Jaeger. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann das 23-Zimmer-Hotel  „Zum Bären“ übernommen und zog dafür von Mallorca an den Rhein. Laut Astrid Climenti von der privat organisierten Wirtschafts- und Tourismusförderung funktioniert der Mix aus Newcomern und etablierten Familienbetrieben: „Uns geht es gut in Rüdesheim.“ Wiesbadener Kurier (€)
Foto: Rui Camilo

Das Geheimnis des Gelben Orleans

Ein einzelner Weinstock in Rüdesheim ist nebenan in Geisenheim Chefsache. Professor Hans-Reiner Schultz, Pflanzen, ausgebildeter Winzer, promovierter Botaniker und Präsident der renommierten Weinhochschule , entdeckte ihn vor fast 20 Jahren als letzten Mohikaner der historischen Rebsorte „Gelber Orleans“. Er muss über 100 Jahre alt sein. Schultz hält den genauen Standort geheim und pflegt die Pflanze persönlich. Die „FAZ“ widmet dem „Gelben Orleans“ einen eigenen Artikel. „Gelber Orleans“ gilt als klimarobust, weil sie lange reift und für stabile Säure sorgt. Allerdings müsse der Wein auch schmecken, werfen Praktiker ein, und daran scheint es Zweifel zu geben. Ein Wiederanpflanzungsexperiment der Rüdesheimer Wein-Brüder Heinrich und Bernhard Breuer während der 80er-Jahre blieb jedenfalls ohne Resonanz. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€)

Klimaschutz made in Lorch

„Stadtradeln“ ist ein europäisches Klimaschutzprojekt, das zum Umsteigen auf Fahrrad ermutigt. Es funktioniert wie ein Wettbewerb: 21 Tage lang tritt man möglichst oft in die Pedale und produziert möglichst wenig CO2. Gesteuert wird das alles aus Oberen Mittelrheintal heraus – jedenfalls dann, wenn der zuständige Projektleiter im Home Office arbeitet. André Muno ist gebürtiger Lorcher und lebt in seiner Heimatstadt. Er kommt seit 1997 ohne eigenes Auto aus und pendelt mit Rad und Zug an seinen Arbeitsplatz beim Verein „Klima-Bündnis“ in Frankfurt. Im „Wiesbadener Kurier“ ist ein Artikel über ihn erschienen. Wiesbadener Kurier (€), Stadtradeln (über das Projekt)

(Bewegt-)Bild des Tages

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