Wenn Roger Lewentz durchs Mittelrheintal fährt, dann gerne auch mit Schecks und Förderzusagen. Der Innenminister von Rheinland-Pfalz ist in Kamp-Bornhofen zu Hause, und wenn es sich einrichten lässt, bringt er gute Nachrichten in der Nachbarschaft persönlich vorbei. Wie gerade in Braubach: Dort bekommt Stadtbürgermeister Joachim Müller 200.000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Lebendige Zentren“. Das Geld ist für den Straßenausbau in der Altstadt bestimmt. Stromaufwärts in Kamp-Bornhofen gibt es sogar 300.00 Euro und für den Höhenort Lierschied 25.000 Euro. Vergangene Woche waren bereits 86.000 Euro für Bacharach bewilligt worden. Das Programm fördert die Weiterentwicklung historischer Ortskerne. Wieviel eine einzelne Kommune bekommt, sagt noch nichts die Zuschüsse insgesamt aus – es gibt so viele Programme unterschiedlicher staatlicher Ebenen, dass nur noch Profis den Überblick behalten. Rhein-Zeitung (€), Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Website zum Förderprogramm)

Es gibt Geld für die Braubacher Altstadt. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Es gibt Geld für die Braubacher Altstadt. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Bad Salzig zum Anziehen

Bad Salzig ist ein Geschenk, das wussten Fans und Bewohner des Bopparder Stadtteils schon immer. Es stimmt auch, denn 922 schenkte der damalige König des Ostfrankenreichs den Ort „Salzachu“ dem Ursulienkloster in Köln. Die erste urkundliche Erwähnung vor 1100 Jahren wird 2022 ausgiebig gefeiert. Es gibt schon Merchandising-Artikel wie T-Shirts,  Hoodies, Turnbeutel, Kochschürzen und sogar Baby-Strampler im Bad-Salzig-Look. Bad-Salzig-Shop auf Myspread, Rhein-Zeitung (€)

Das Brot zum Welterbe-Titel

Apropos Bad Salzig: Der Bopparder Bäcker Martin Nickenig – einer der letzten unanbängigen am Mittelrhein – hat ein „Welterbebrot“ kreiert. Zum Backen verwendet Nickenig Heilwasser aus der Bad Salziger Leonorenquelle. Es kommt aus 446 Meter Tiefe, ist wissenschaftlich geprüft und kann seit 2021 von jedermann gezapft werden. Rhein-Zeitung (€)

Rüdesheim und der Wolf

Mindestens 5 Wölfe leben mittlerweile in den Wäldern um Rüdesheim. Das ergab eine Untersuchung des staatlichen „Wolfszentrums Hessen“. Die Tiere gehen Menschen aus dem Weg, darum bekommt man sie in der Regel nur durch Kameraufzeichnungen zu Gesicht. Eine Auswertung von DNA-Spuren ergab, dass 3 Welpen zum Rude gehören. Hessenschau

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