In der Debatte um den Lorcher Bürgermeisterposten haben sich jetzt auch Amtsinhaber Jürgen Helbing und seine Büroleiterin Birgit Kind zu Wort gemeldet. Demnach geht die Initiative zur Abschaffung des hauptamtlichen Bürgermeisters nicht von Helbing aus, sondern von den Lorcher Stadtverordneten. „Wir …. setzen einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um und nicht den Wunsch von Bürgermeister Helbing“, erklärte Kind auf Anfrage von Mittelrheingold. Helbing will im kommenden Mai wiedergewählt werden und würde den Job auch ohne Gehalt machen. Er ist allerdings auch nicht darauf angewiesen, weil er mit 67 Jahren ausreichende Pensionsansprüche erworben hat. Kritiker befürchten, dass ein Ehrenamt weniger attraktiv wäre und damit der demokratische Wettbewerb eingeschränkt würde. Helbings bisher einziger Gegenkandiat Ivo Reßler hat bereits erklärt, dass er seine Bewerbung überdenken würde, wenn das Kommunalparlament die bisherige Bezahlung abschafft. Reßler arbeitet derzeit als IT-Experte in der Privatwirtschaft.

Stadt-Land-Fluss am Mittelrhein: Blick von Medenscheid in den Rheingau.

Blick von Bacharach-Medenscheid auf Lorch. Foto: Frank Zimmer, 2015.

Laut Bürgermeister-Büro entscheiden die Stadtverordneten am 6. Februar. Helbings CDU hat sich bereits öffentlich  festgelegt, sie will die Ehrenamts-Variante. Helbing selbst hält sich offiziell bedeckt:

Haben Sie bitte Verständnis, dass ich derzeit nur beschränkt an die Öffentlichkeit gehe, um unserem Parlament nicht vorwegzugreifen und die politische Diskussion wertneutral begleiten möchte.

Der frühere Polizeikommissar erhält nach 52 Jahren im öffentlichen Dienst die höchstmögliche Bürgermeister-Besoldung mit knapp 6.800 Euro Grundgehalt. Die Summe würde aber nicht komplett eingespart, weil die Stadt einem ehrenamtlichen Bürgermeister mindestens 2758 Euro Aufwandsentschädigung zahlen müsste. E-Mail (Mitteilungen von Jürgen Helbing und Birgit Kind), Mittelrheingold (Hintergrund), starweb.hessen.de (Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Bürgermeister)

Joachim Nolls letzte Dienstfahrt

14 Tage nach Mittelrheingold berichtet nun auch die „RZ“ über den Verkauf der Bopparder Hebel-Linie an den Marktführer Köln-Düsseldorfer. Demnach bleibt der Name des Familienunternehmens  zwar erhalten, der Geschäftsbetrieb geht aber komplett auf die KD über. Sie übernimmt auch die Landungsbrücken in Boppard, Kamp-Bornhofen, Bornhofen, Bad Salzig und St. Goar. Wie schon am 31. Dezember berichtet, soll die Bopparder „MS Rheinkrone“ nach Düsseldorf verlegt werden. Alteigentümer Joachim Noll, Urenkel des Firmengründers Philipp Hebel, bringt das Schiff noch in diesem Monat persönlich nach Nordrhein-Westfalen und setzt sich dann zur Ruhe. Seine Tochter Susanne Pander, in der Reederei bisher für das Kaufmännische zuständig, sieht sich nach einem neuen Job um. Rhein-Zeitung, Mittelrheingold (Hintergrund)

Der Flötenmacher von Bingen

Das Birkengässchen in Bingen ist so unauffällig, dass ich gerade danach googeln musste (es zweigt von der Schmittstraße ab). Dort liegt die kleine Werkstatt von Michael Dürk. Der Holzinstrumentenbauer ist einer der selten gewordenen Handwerker, die Flöten, Klarinetten, Fagotte oder Oboen anfertigen und reparieren. Dürk ist entsprechend gefragt und macht selten pünktlich Feierabend. Der gebürtige Dromersheimer kennt auch die industriellen Seite der Branche: Er leitete einen Instrumentenbaubetrieb in China, ehe es ihn 2012 zurück nach Bingen zog. Die „AZ“ hat ihn gerade porträtiert. Allgemeine Zeitung

Ein Ausblick auf die Buga

Die Bundesgartenschau gilt als Jahrhundertchance für das Mittelrheintal. Rund 100 Millionen Euro sollen bis 2029 in die Region investiert werden. Eine neue Serie im „Buga-Blog“ zeigt, was möglich ist. buga2029.blog

Aus der Machbarkeitstudie: Impulse für das Obere Mittelrheintal

(Disclaimer: Die Buga 2029 und Mittelrheingold sind Partner)

Mittelrheiner des Tages: Sven Bernd

Der Kauber organisiert seit 2 Jahren Schlauchboot-Touren auf dem Rhein. Am Wochenende erschien über ihn und seine Firma Mittelrhein-Rafting ein Artikel in der Binger „AZ“. Allgemeine Zeitung

Zitat des Tages

Wer an der Pfalzgrafenstein einmal im Sand liegt, der will nicht mehr weg.

Sven Bernd in der „AZ“

Zahl des Tages

20 Regale umfasst das neu gestaltete Stadtarchiv im Rathaus von Rüdesheim. Wegen des Umbaus waren die historischen Dokumente vorübergehend in der Abtei St. Hildegard untergebracht. Jetzt wird alles neu einsortiert. Wiesbadener Tagblatt

Termin des Tages

Boppard – „A Star is born“ / Kino in der Stadthale – 14. Januar, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

 

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Boppards „Rheinbrücke“. #boppard #fähre #rheinfähre #fähreboppard #mittelrhein

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