Frank Zimmer

Die Geschichte vom Geisepitter

Die Geschichte der Mittelrheinkirsche ist schon öfters erzählt worden, aber selten so anschaulich wie in einer SWR-Reportage von Natascha Walter. Ausgangspunkt ist ein rund 80 Jahre alter Kirschbaum in Filsen, der „Alte Geisepitter“. Im Video erklären die Filser Gerald Hewel und Dietmar Runkel den ungewöhnlichen Namen. Er geht auf einen Obstbauern namens Peter Salzig zurück, der im Dorf nicht nur für seine Kirschen, sondern auch für seine Ziegen bekannt war und darum einfach nur der „Geisepitter“ hieß. Nach dem „Geisepitter“ wurde eine eigene Kirschsorte benannt. Sie entwickelte sich in den Wirtschaftswunderjahren zum Exportschlager und machte Filsen zu einem Wallfahrtsort für Kirschen-Fans. In den 50er und 60er Jahren standen rund um die Rheinschleife rund 350.000 (!) Obstbäume. Der Trend zur billigen Supermarkt-Masse machte der Kirschenkultur irgendwann den Garaus, aber seit 2004 engagieren sich Mittelrhein-Enthusiasten und Naturschützer für die Rettung der alten Sorten. Mit Erfolg: In Filsen gibt es mittlerweile einen Kirschenpfad, Gastronomen im Tal setzen Gerichte mit Mittelrheinkirsche auf ihre Speisekarten, der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal organisiert Baumschnitt-Kurse und veranstaltet Picknicks unter blühenden Bäumen und Landschaftsarchitekt Frank Böwingloh kümmert sich in einem Sortengarten um den Erhalt vieler alter Kirscharten. Auch wenn der Baum-Oldie „Alte Geisepitter“ selbst irgendwann nicht mehr zu retten sein wird und als Brennholz oder Möbelfurnier endet: Seine Sorte lebt weiter. SWR (Video), Zweckverband Welterbe (über Mittelrhein-Kirschen)
Foto: Katja Verhoeven / Romantischer Rhein

Bingen lässt es wieder krachen

Der Wille war da, aber die Umsetzung enttäuschte: Nach der wenig beeindruckenden Laser-Show am Binger Winzerfest 2022 kehrt die Stadt zum klassischen Feuerwerk zurück. Geknallt wird auch zu „Rhein in Flammen“ am 1. Juli. Umweltschützer und Tierfreunde kritisieren die Pyrotechnik zwar, aber der neue Binger Tourismus-Chef Jens Thiele sieht momentan noch keine überzeugende Alternative. Allgemeine Zeitung (€)

Deutschlands bester Hochzeitsfotograf

Im Lahnsteiner Fotostudio von Alexander Erdlei hängt neuerdings eine Urkunde in Goldrahmen. Der 31-Jährigr hat den „Wedding Photo Award 2023“ gewonnen, einen bundesweiten Wettbewerb der Branchenplattform fotografensuche.de. Deutschlands Hochzeitsfotograf Nr. 1 ist Quereinsteiger. Erdlei studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete als Vertriebsmanager in der Medienindustrie, ehe er sein Hobby zum Beruf machte. Rhein-Zeitung (€), AE Weddings (Studio-Webseite)

Foto des Tages

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