Eigentlich ist der Binger Mäuseturm nur wenige Male im Jahr öffentlich zugänglich. Bei den schnell ausgebuchten Besuchsterminen lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) immer nur eine begrenzte Anzahl von Gästen hinüber  – der Turm ist zu eng und nicht auf Tourismus ausgelegt. Am vergangenen Wochenende warf die Trockenheit alle Regeln über den Haufen. Über Facebook verbreitete sich die falsche Nachricht von einem „Tag des Offenen Turms“. Einheimische und Touristen versammelten sich am Ufer und liefen bei extremen Niedrigwasser auf die Insel. In der Nacht zum Sonntag  brachen Unbekannte die Tür zum Turm auf, danach war kein Halten mehr. WSA-Vize Florian Krekel und seine Kollegen improvisierten und leiteten den Besucherstrom durch das Gebäude. Auf Instagram und Facebook sind zahlreiche Fotos von der Binger Oktoberrevolution zu sehen. Über den Marsch auf den Mäuseturm berichtet mittlerweile auch die Deutsche Presse-Agentur. Die Tür ist jetzt repariert und die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Frankfurter Neue Presse (dpa-Artikel), Facebook (Mittelrhein-Gruppe u.a. mit weiteren Fotos von Tim Klehr)

Marsch auf den Mäuseturm. Foto: Tim Klehr

Tim Klehr aus Steeg fotografierte das Spektakel am Sonntagmittag.

Der Kampf um die Rheinfels

Der SWR hat am Montagabend eine Reportage über den Fall Rheinfels ausgestrahlt. Zu sehen sind Schlosshotelier Gerd Ripp und der St. Goarer Bürgermeister Horst Vogt. Beide müssen sich mit Forderungen nach Rückgabe der Burg an das Haus Hohenzollern auseinandersetzen. Georg Friedrich Prinz von Preußen, ein Nachfahre Kaiser Wilhelms II., beansprucht die Rheinfels aufgrund einer umstrittenen Vertragsklausel aus dem Jahr 1924. Vogt hielt es zuerst für einen „Aprilscherz“. Der Prinz und seine Anwälte äußern sich im SWR nicht. Der Film ist noch in der Mediathek zu sehen. SWR (Video), Mittelrheingold (Hintergrund)

Bacharach macht das Internet flott

Der Stromversorger Innogy, Nachfolger der alten RWE, will in Bacharach ab Ende des Jahres besonders schnelle Online-Zugänge anbieten. Das Produkt heißt „Internet & Phone“ und ermöglicht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde. innogy.com

Was wollen Kunden in Oberwesel?

Ohne funktionierenden Einzelhandel wäre das Tal tot. Um herauszubekommen, was Kunden erwarten und welche Orte sie bevorzugen, starten Stadt und Gewerbeverein in Oberwesel eine Umfrage. Sie findet voraussichtlich am 6. November in der Innenstadt und beim Rewe-Markt statt. Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus helfen dabei. Die Ergebnisse werden von einer Münchner Beratungsfirma analysiert und anschließend in Oberwesel zur Diskussion gestellt. oberwesel.de, cima.de (Website der Beratungsfirma), ogv-mittelrhein.de (Oberweseler Gewerbeverein)

Die Digitalprediger von Bingen

Sublan-Gottesdienste sind der neueste Schrei in der Evangelischen Kirche. Man muss es sich ein bisschen wie eine Talk-Show vorstellen: Per Internet schalten sich Menschen dazu, die vorher vielleicht noch nie einen Fuß in die Kirche gesetzt haben. Am Sonntag fand der erste Sublan-Gottesdienst in Bingen statt. „AZ“-Mitarbeiter Sören Heim war dabei und berichtet über ungewöhnliche Dialoge und überraschte Besucher. Allgemeine Zeitung, bingen-evangelisch.de (Website der Kirchengemeinde mit Infos zum Sublan-Projekt)

Termin des Tages

Boppard  – „Das schönste Mädchen der Welt“ / Kino in der Stadthalle Boppard – 23. Oktober, 20 Uhr. boppard.de

Foto des Tages

 

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