1,4 Millionen Gäste kommen in normalen Jahren nach Rüdesheim und Assmannshausen. 2020 werden es weit weniger, aber die örtlichen Wirte richten den Blick nach vorn. Die hessische Landesregierung erlaubt ihnen, ab Freitag kommender Woche wieder zu öffnen – unter Corona-Auflagen, versteht sich. In der Stadt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bürgermeister Klaus Zapp und Astrid Climenti vom Verein für Wirtschafts- und Tourismus-Förderungen planen u. a. Abstands-Markierungen und deutlich gekennzeichnete Wege in der Innenstadt. Die Drosselgasse könnte zur Einbahnstraße werden. Auch Seilbahn-Chef Rainer Orben bereitet alles für den Neustart vor. Der Mann mit der Lufthoheit über Rüdesheim kann Passagiere ohne Mundschutz befördern: Seine Frischluft-Gondeln fahren mit einem Abstand von 40 Metern.

Rüdesheim von der Seilbahn aus gesehen. Foto: Rüdesheim Touristik / Walter

Rüdesheim von der Seilbahn aus gesehen. Foto: Rüdesheim Touristik / Walter

„Habt ihr einen Plan“?

Im rheinland-pfälzischen Teil des Welterbe-Tals geht es schon am Mittwoch los, aber der Jubel über 2 zusätzliche Tage hält sich in Grenzen. „Ich kenne immer noch nicht die Bedingungen unter den wir öffnen dürfen“, sagt der Bopparder Hotelier Marek Gawel. Er hat die Aktion „Leere Stühle“ in Koblenz initiiert, bei der Gastronomen auf ihre Branchenkrise aufmerksam machen. Am heutigen Freitag bauen Wirte in Koblenz erneut „Leere Stühle“ auf, diesmal auf dem Münzplatz im Zenrtrum. Laut Gawel geht es der Branche nicht um den schnelle Öffnung um jeden Preis, sondern um realistische Rahmenbedingungen. „Es wurde nie gefordert, sofort aufzumachen. Es wurde immer gefragt: Wie ist der Plan? Habt ihr einen Plan?“ Wiesbadener Kurier (Rüdesheim), Radio FFH (Rüdesheim), Facebook-Message von Marek Gawel („Leere Stühle“)

Einen Eindruck von „Leere Stühle“ am Deutschen Eck gibt es hier. (Der Facebook-Beitrag von Marek Gawel ist möglicherweise nicht für alle sichtbar. Weitere Infos unter facebook.com/leerestuehlerlp)

Die Tourist-Infos machen sich locker

Am kommenden Montag öffnen die meisten Tourist-Informationen im Tal wieder. Hier und da könnte es noch dauern, weil Besucherräume umgebaut werden müssen. Unter dem Hashtag #wennrausdannrhein kursieren unterdessen immer mehr Mittelrhein-Fotos im Netz. Allein auf Instagram sind es mittlerweile über 450 Posts. Auch die Zahl der Kooperationspartner wächst. Die Mitmach-Kampagne wird jetzt von 10 Organisationen auf beiden Rheinseiten unterstützt:

  • Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
  • Touristikgemeinschaft Tal der Loreley
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
  • Koblenz Touristik GmbH
  • Tourist Information Lahnstein
  • Tourist Information Boppard
  • Tourist Information Bingen
  • Rhein-Nahe Touristik
  • Loreley-Touristik
  • Tourist Information Hunsrück-Mittelrhein mit St. Goar und Oberwesel

Mittelrheingold ist Medienpartner.

Der Zweckverband Welterbe bietet eine erste Übersicht über alle Beiträge. Weitere Infos sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Es wird auch Werbung auf Instagram und Facebook geben, um potenzielle Gäste gezielt anzusprechen. wennrausdannrhein.de (Kampagnen-Website)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Das Rathaus in Trechtingshausen am Rhein. Trechtingshausen ist wirtschaftlich durch den Weinbau und Bergbau geprägt. Ein über die Grenzen von Trechtingshausen hinaus bekanntes Unternehmen ist das Hartsteinwerk, welches im Tagebau die quarzitische Grauwacke abbaut und verarbeitet. Im Übrigen ist der Tourismus ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Kommune. Quelle (Wikipedia) . . . . . #trechtingshausen #germany #rhein #deutschland #castle #rheinlandpfalz #burg #bingen #travel #mittelrheintal #wanderlust #mittelrhein #travelphotography #germanytourism #wandern #oberwesel #weinbau #bacharach #rhine #visitgermany #medieval #oldarchitecture #travelpictures #travelgram #rheinland #traveldestinations #buga #hiking #wennrausdannrhein #mittelrheinfotos

Ein Beitrag geteilt von Swen Weber (@news_vom_rhein) am