Redaktion

Braubach macht Wind

Blick auf Braubach.

Mit der Windenergie ist es wie mit jeder Industrie: Einige kassieren ab, einige gucken drauf, aber alle profitieren ein bisschen, weil es dem Standort Deutschland hilft. Am Mittelrhein sind die Rollen ungleich verteilt. Auf der linken Rheinseite nutzte man die Goldgräberstimmung der Nuller- und Zehnerjahre, um den Vorderhunsrück mit Windparks zu pflastern. Gegenüber schaltete man erst, als es zu spät war und Landschaftsschützer viele neue Projekte verhinderten. So kam es, dass man von Lorch und Weisel aus auf Windräder im Binger Wald guckt, selber aber keine besitzen darf. Mittlerweile sorgt der Welterbestatus dafür, dass die so genannten Kernzone außen vor bleibt, ein Privileg, das im windkraftverliebten Rheinland-Pfalz nur noch der Pfälzer Wald genießt und das auch in Zeiten der forcierten Energiewende nicht angetastet werden soll. Was nicht bedeutet, dass alle Kommunen im Tal leer ausgehen. Viele von ihnen haben Flächen, die fernab vom Fluss liegen. Braubach etwa will im Hinterland bei Dachsenhausen ein Windrad bauen lassen und träumt von weiteren. Laut „RZ“ ist der Vertrag mit dem Gießener Unternehmen iTerra schon unterschrieben und Stadtbürgermeister Joachim Müller hofft auf grünes Licht bei der Aufsichtsbehörde. Das Windrad soll der Stadt „Einnahmen im hohen fünfstelligen Bereich“ bringen. Schwieriger wird es für Kommunen, die irgendwann ihren Wald verscherbelt haben. Dazu zählt z. B. Bacharach. Rhein-Zeitung (€), iTerra

Flammen über Lorch

Die Pandemie ist vorbei, die Inflation auf dem Rückzug, die Gasspeicher noch gut gefüllt und der Winter fast geschafft. Es gibt also nicht nur im eigentlichen Karnevalsgetöse einiges zu feiern. Oberhalb von Lorch werden in diesem Jahr wieder die traditionellen „Haale“-Feuer abgefackelt, für die man schon seit Monaten Holz aufschichtet. Die „Haale“ brennen am kommenden Dienstag (21. Februar) in Wollmerschied und in Espenschied. Natürlich nicht ohne Wein, Bier und Bratwurst. Es ist ja schließlich noch Fastnacht und wir sind am Mittelrhein. Wiesbadener Kurier (€)

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