Nach über eine Woche 9-Euro-Ticket ist das ganz große Bahnchaos im Mittelrheintal ausgeblieben. An Pfingsten waren in Hotspots wie Rüdesheim die Bahnsteige zwar gut gefüllt und in Koblenz wurden wegen Stolpergefahr vorsorglich die Rolltreppen gesperrt, aber „Probleme gab es keine, das wäre zu viel gesagt“, zitiert die „RZ“ Polizeisprecher Stefan Döhn. Ein Leser macht allerdings auf deutlich vollere und noch unpünktlichere Züge als sonst aufmerksam. Für Verwirrung sorgen die Regelungen rund um die Festung Ehrenbreitstein. Viele Wege führen zur Festung, aber auf keinem gilt das 9 Euro-Ticket. Für die Seilbahn über den Rhein, den Schrägaufzug am Felsen und auch für die Personenfähre muss wie immer gezahlt werden. Normalerweise akzeptieren Aufzug und Fähre zwar Tickets des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel, aber sie gelten nicht als Teil des Öffentlicher Personennahverkehrs und erhalten darum auch keine Entschädigung für entgangenen Umsätze. Darum wird weiterhin der normale Fahrpreis fällig. Die Seilbahn wiederum ist eher Attraktion als Logistik und eine Mobilitätswelt für sich. Festung Ehrenbreitstein. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Touristik
Festung Ehrenbreitstein. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Touristik

Das Tal könnte den einen oder anderen 9-Euro-Touristen übrigens gut gebrauchen. Erste Daten des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz deuten darauf hin, dass die Gäste- und Übernachtungszahlen immer noch unter den Werten des Jahres 2019 liegen, der letzten normalen Saison vor Corona. Rhein-Zeitung (€), FestungsaufzugStatistisches Landesamt (März-Werte)

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